Montag, 1. April 2013

On The Road Again!

Halloo,
mittlerweile sind schon wieder 11 Tage seit meinem letzten Blogeintrag vergangen - glaub ich zumindest! :)
Und endlich gibts mal wieder was zu schreiben, denn diesmal wurde nicht wieder in Blenheim und auf ein Job gewartet, sondern es ging zum zweiten Mal um die Südinsel....

Sonnenuntergang auf der Fahrt
Nachdem unser Hostelmanager uns mitgeteilt hatte, dass keine Arbeit mehr zu Verfügung steht, hatten sich Max und David kurzfristig entschlossen, ihre Neuseeland-Rundreise um eine Woche vorzuziehen und schon am Donnerstag, dem 21.März abzureisen. Nun war die Frage, was ich ab jetzt machen würde.. Im Internet gab es keine Jobs und vor Ort konnte man nur Monatsjobs annehmen, was für mich nicht ging.
Verzweifelt schaute ich den anderen zu, wie sie ihre Sachen zusammenräumten und alles fertig packten, bis David mich fragte, ob ich nicht Bock hätte, mich ihnen anzuschließen. Und da ich gerne für Spontanaktionen zu haben bin und ich eh nichts zu verlieren hatte, entschloss ich mich kurzerhand, einen zweiten Neuseelandtrip zu starten. Nach einem Telefonat nach Deutschland waren die finanziellen Sorgen für die nächsten Tage erst einmal behoben und auch ich legte los mit dem Taschepacken :)
War dies getan, stellte ich mich mit Maxi an den Straßenrand und beide streckten den Daumen raus, um einen 'lift' nach Picton zu bekommen. Dort angekommen, konnten wir das zuvor gebuchte Mietauto, einen tollen Nissan Sunny, abholen und zurück nach Blenheim fahren. Schnell alles einladen, einkaufen und loooos!

Unsere erste Etappe ging gleich in das schöne Nelson, hoch an die Nordküste. Als wir spät abends dort ankamen, ging es erst mal schlafen, um am nächsten Tag auch fit zu sein, schließlich hatten wir vieles zu tun!
Split Apple Rock im Abel Tasman Park
Morgens aufgestanden, musste natürlich zu allererst mal wieder ausgecheckt werden. Im Anschluss sind David und ich zum Friseur gegangen, während Maxi schon einmal einkaufte. Nachdem uns ein neuer Haarschnitt verpasst und ein Zelt sowie 3 Luftmatratzen gekauft wurden, machten wir noch ein 'Probe'-Training im anliegenden Fitnessstudio, bevor es mit dem Auto weiter ging in Richtung Abel Tasman National Park. Unterwegs wurde dann im Wald unter freiem Himmel geschlafen, was echt Spaß machte, aber auch relativ kalt war, da wir nicht warm genug angezogen waren.
Morgens ging es dann früh weiter, da wir das Wassertaxi buchen mussten, welches uns dann kurze Zeit später über die Wellen des Tasmanischen Meeres vorbei an den traumhaften Buchten und Stränden zu unserem Startpunkt brachte. Dort machten wir uns dann erstmal ein Feuer, über dem wir unser mitgenommenes Toast sowie Würstchen grillten. Kurze Zeit später gings dann durch den Regenwald, über Flüsse und Sand, an Wasserfällen vorbei zum Auto zurück. Ob schaukeln, joggen, im Wasser watscheln -  immer hatten wir was abwechslungsreiches zu tun!
Arthur's Pass
Am Ende kamen wir dann nach 25 zurückgelegten Kilometern an unserem Nissan Sunny an, der uns an dem Abend noch eine ordentliche Strecke ins Landesinnere beförderte. Zum ersten Mal wurde nun das Zelt ausgepackt, welches für den Preis von umgerechnet 28 Euro echt ganz gut war. Leider aber nicht gut geeignet für 3 Personen wie angegeben, so dass ich letzten Endes im Auto schlief, welches ebenfalls sehr angenehm war.
Nach erholsamer Nacht musste nun die letzte Strecke zum sogenannten 'Arthur's Pass' absolviert werden. Auf dem Weg ging es nochmal ins Schwimmbad, denn wir mussten ja auch mal duschen. :) Nach Sauna, Spa und Dusche hüpften wir schnell ins Auto und legten die letzten Kilometer bis zum Arthur's Pass zurück, wo wir erstmal ausgiebig was zu Abend aßen bevor wir wieder einmal unser Zelt aufbauten. Im Gegensatz zur vorigen Nacht war diese ziemlich anstrengend aufgrund der Keas, den alpinen Papageien. Diese schlichen sich nämlich immer leise an, nagten dann heimlich am Zelt rum, zogen unsere Schuhe unters Auto und kauten das Leder. Also eher unerholsam :)
Tag fünf unseres Trips sollte weiter richtung Süden an den Lake Tekapo gehen. Unterwegs hielten wir mehrmals an, machten kleine Walks durch die Natur oder genossen die Landschaft, sodass wir erst abends dort ankamen. Anstatt im Hostel zu übernachten, ging es mit dem Zelt an einen abgelegenen Nachbarsee, schließlich spart man so jeweils 25 Dollar :)
Nach dem morgigen Zeltabbau wurde weiter an den Lake Pukaki gefahren, wo wir ein leckeres Frühstück mit Sicht auf den Mt Cook, den höchsten Berg des Landes, genossen. Nach einiger Zeit setzten wir unsere Reise fort, schließlich wollten wir unser Tagesziel Te Anau auch schaffen, um dann den 3-tägigen Kepler-Track zu wandern sowie den Milford Sound zu besuchen. So fuhren wir dann durch die Berge hindurch, an vielen Seen vorbei, bis wir schließlich am Lake Wakatipu eine weitere größere Pause machten, um einerseits zu entspannen, aber auch um mal wieder was zu essen :)
Schnappschuss während der Fahrt :)
Unser Picknickort



Im Anschluss fuhren wir dann die restlichen zweieinhalb Stunden bis zu unserem Hostel nach Te Anau in die Fjordlandschaft. Nach dem Essen ließen wir dann den Abend bei einer Runde Billard ausklingen, bevor es dann am nächsten Tag für Max und David hieß: Milford Sound! Ich ging diesmal nicht mit, da ich die Tour ja schon bereits gemacht hatte und so konnte ich endlich einmal wieder ausschlafen, yippiee :)
Als wir dann mittags alle wieder vereint waren, fuhr ich mit dem Auto in die Stadt, um mir ein Paar Laufschuhe zu kaufen. Denn wir hatten die spontane Idee, aufgrund Zeit- und Geldmangel den Kepler-Track, welcher ja für 3 bis 4 Tage ausgelegt ist,  in einem einzigen Tag zu absolvieren. Sofort waren alle dabei und es ging ans Einkaufen, schließlich musste man genau das Richtige einkaufen, um auf der Wanderung immer genug Kraft zu haben. Früh ging es nun ins Bett, denn ein großer und anstrengender Tag wartete auf uns.
Dann war es auch soweit, der Wecker klingelte um 5:00 Uhr morgens und es wurde aufgestanden, sich entsprechend angezogen und ausgiebig gefrühstückt. Mit dem Auto ging es dann fünf Minuten zum Start des Tracks. Um 06:14 Uhr wurde dann losgelaufen. Voller Motivation ging es dann zügig die ersten Kilometer im dunkeln bis zum ersten Unterstand. 45 statt angegebenen 90 Minuten hatten wir nur gebraucht, perfekt. Nun aber wurde es steil und laut Schild sollten uns nun viereinhalb Stunden Aufstieg zur ersten Hütte bevorstehen. Glücklicherweise kamen wir dann nach nur anderthalb Stunden oben an, sodass wir uns erstmal eine 20-minütige Pause leisten konnten. Mit frisch aufgefüllten Wasserflaschen ging es stramm weiter. Bergauf wurde schnell gewandert und bergab gejoggt, was echt verdammt viel Spaß gemacht hat. Zwischendurch wurden noch ein paar Extra-Kilometer gelaufen, indem wir alle passierbaren Gipfel erklommen, die es auf der Route gab. Nach einiger Zeit streikte aber die linke Seite meiner Hüfte, was alles ein bisschen erschwerte.Mit mehreren 2-Minuten-Pausen ging es dann so bei einer traumhaften Aussicht über die umliegenden Seen und Berge die ganzen Bergkämme entlang. Einige Zeit später ging es dann auch schon wieder an den Abstieg, sprich von den Bergen zurück in die Waldlandschaft runter ins Tal. Bei dem Dauerlauf über Steine und Wurzeln passierte dann das Missgeschick und David knickte mit seinem Fuß schmerzhaft um, und das leider ganze 26 Kilometer vom Ziel entfernt... :'(
So hieß es dann ersteinmal rasten. Sechseinhalb Stunden statt angegebenen Dreizehneinhalb brauchten wir bislang, lagen also perfekt in der Zeit. Aber jetzt musste einer hinken und ab und an gestützt werden - folglich konnten wir nicht wie geplant die letzten Kilometer joggen. Glücklicherweise kam man aber mit ca 3 km/h immer noch einigermaßen vorwärts - schließlich man muss ja alles positiv sehen :)
Dadurch gerieten wir aber erheblich in Rückstand und so wurde es auch bald schon dunkel, und immernoch waren 6 Kilometer zu gehen. Mit schmerzenden Füßen und übersäuerten Muskeln, aber mit starkem Willen und Motivation schafften wir es dann wieder bis zum Parkplatz.
Nun waren 13 Stunden und 58 Minuten seit dem Start vergangen und wir hatten unglaubliche 55 Kilometer zurückgelegt! 
Problem war, dass es der Zielparkplatz war und unser Auto am Anfang stand, 9,5 Kilometer entfernt. Letztendlich opferte sich Maxi, die letzten Minuten zu joggen und das Auto zu holen. Glücklicherweise wurde er auf der Straße von einem Auto mitgenommen, so dass wir relativ schnell nach Hause konnten, wo wir alle einfach nur noch schlafen wollten. Aber wir hatten die Herausforderung angenommen und trotz Hindernis bewältigt! Ko und voller Stolz ging es dann nach einer schnellen Dusche ab ins warme Bett!
 







Den nächsten Morgen musste leider ausgecheckt werden. Also hieß es Sachen packen, Auto packen und los. Mit starkem Muskelkater ging es dann wieder zurück in Richtung Queenstown, wo wir vorhatten zu nächtigen. Blöderweise waren wirklich alle Hostels restlos ausgebucht und so entschieden wir uns letztendlich, auf einem Campingplatz die Nacht im Zelt zu verbringen, was echt völlig in Ordnung war. Zufälligerweise war Morten zur selben Zeit in Queenstown, sodass man auch hier nochmal ein bisschen Zeit miteinander verbingen konnte. So aßen wir dann alle in der Stadt den berühmten Fergburger und gegen Ende des Tages ging ich mit Max und David noch ein letztes Mal feiern.
Der vorletzte Tag unseres gemeinsamen Trips ging weiter an die Westküste. Unterwegs stoppten wir an einem ruhigen See, wo wir uns nochmal ein bisschen Schlaf gönnten und ein paar Steine flippern ließen. :) An der Westküste angekommen, ging es zum letzten Mal zum atemberaubenden Meer. Unberührte Strände, Regenwald und dank dem Wind meterhohe Wellen, welche uns teilweise echt nassmachten. Kurzum entschieden wir uns dann, einfach komplett reinzugehen - keine gute Idee, wie sich herausstellte.
Nachdem mein iPhone aus der Hose gefallen ist und von ein bisschen Salzwasser ausgewaschen wurde, wurde David von einer Riesenwelle so umgehauen, dass er seine Brille verlor. Vergeblich suchten wir danach, begaben uns jedoch dann mit hängenden Köpfen zurück zum Nissan. Trotzdem war es einfach unglaublich! Und man merkt nochmal, was für eine Kraft das Wasser hat! :)
Mein iPhone spielte für die nächste Zeit leider verrückt, schaltete sich selbst aus, hörte selbstständig Musik oder machte einfach mal gar nichts. Aber immerhin lebte es noch :D Heute ist es übrigens wieder völlig erholt :)
Nach einer ungemütlichen Regensnacht im Zelt begann unser letzter gemeinsamer Tag mit einer langen Fahrt durch den doofen Regen, und das an Ostern :( Zur Feier des Tages gönnten wir uns dann aber leckere Hähnchenbrust sowie genüssliche Muffins, die wir dann auf dem Arthur's Pass verzehrten. Nach unserem Festmahl beendeten wir unsere Reise in Waipara, an der Ostküste der Südinsel. Dort suchte ich mir ein Bett für die nächsten Tage, da ich nämlich Arbeit gefunden hatte, yeaaah!!! Mein alter Arbeitgeber hatte glücklicherweise ein paar Jobs zu erledigen! Nach dem Ausmisten des Autos und dem Packen aller Sachen verabschiedete ich mich dann leider von Max und David.
Nun bin ich also wieder alleine :)
Gestern ging es dann auch schon los mit meinem ersten Arbeitstag. Da Henry, mein Chef, nicht auf der Baustelle war, konnte ich alles ein bisschen entspannter angehen. Lediglich Steine oder Parkettteile hatte ich zu sortieren, ein bisschen aufräumen kam auch noch dazu -  nichts besonderes also! Aber immerhin hab ich so mal wieder was verdient! ;)
Heute war dann alles ziemlich anstrengend..Alles musste schnell gemacht werden, da der Chef jeden Moment hinter einem stehen konnte. Dafür durfte ich aber diesmal Zement mischen, was eigentlich ganz lustig ist. Ansonsten habe ich weiter die kleinen Steine aus einem Haufen großer Steine raussortiert oder Erde rumgeschüppt. Nach der Arbeit musste ich dann irgendwie in die zehn Kilometer entfernte Nachbarstadt  Amberley kommen, um einkaufen zu können. Da kein Fahrrad, Auto oder Bus zur Verfügung stand, musste der Daumen mal wieder herhalten. Gleich das erste Auto nahm mich auch schon mit, perfekt! So wurde schnell eingekauft und dann ging es zurück! Auch hier hatte ich innerhalb der ersten fünf Minuten einen 'lift bekommen! Im Hostel angekommen, wurde erstmal alles verstaut, bevor ich mich an meinen Blog gesetzt habe, wo ich mittlerweile schon einige Zeit dransitze.
Aber dafür habt ihr jetzt mal wieder einen ausführlichen, und hoffentlich interessanten Blogeintrag zu lesen.
Bei mir geht es jetzt erstmal weiter mit schlafen ;)






Dienstag, 19. März 2013

Kein Kommentar

Nun meld auch ich mich endlich mal wieder! Tut mir leid, dass ich solange nichts geschrieben habe, aber hier geht es gerade echt rauf und runter, was einem die Laune zum Blog schreiben doch erheblich vermiesen kann :)
Nachdem wir auf jeden Fall dann am Sonntag, dem 3. März in ein anderes Hostel in das zwei Kilometer entfernte Grovetown eingezogen sind, wurde schnell geschlafen, da unsere Arbeit am nächsten Tag beginnen sollte, leider aber nur für 2 Tage, wie sich herausstellte...
Früh morgens ging es dann mit einem Van auf eine Plantage in die Umgebung. Anders als die zig Weinplantagen hier fuhren wir auf eine Kürbisfarm, wo wir die nächsten 2 Tage arbeiten durften.
Unsere Aufgabe war es, extra angefertigte Plastikscheiben unter alle Kürbisse zu legen, was diese so vor der nassen Erde und damit vor dem Verrotten schützt.
Also schnappte sich jeder von uns (Max, David und ich) einen Beutel, stopfte so viel wie möglich von diesen Plastikteilen hinein und machte sich ab aufs Feld. Nun wurde für die nächsten Stunden mit gekrümmten Rücken jeder einzelne Kürbis angehoben und eines von diesen Plastikscheiben daruntergeschoben. Blöderweise hatten wir weder Wasser noch viel zu Essen mit, sodass wir uns in der Mittagspause zum kilometerentferten Fluss begaben und dessen Wasser schlürften, um noch halbwegs gegen die Hitze ankämpfen zu können. Bis um 16 Uhr wurde diese Arbeit dann fortgeführt, bevor es endlich wieder ins Hostel gab. Dort wurde dann zuallererst gaaanz viel getrunken und gegessen, was echt soo gut tat! Der erste Arbeitstag nach langem war also schonmal überstanden, wenn auch mit Muskelkater vom vielen Bücken :)
Der Dienstag lief genauso ab wie der davorige Tag. Um halb 9 ging die Arbeit los, diesmal jedoch kam ein neues Feld dran, da wir das andere zuvor beendet hatten. Die Sonne brennte wieder einmal, schlauerweise hatten wir aber genug zu trinken und zu essen mit, wodurch sich das ganze aushalten ließ. Motiviert waren wir aber trotzdem nicht mehr, da andere Backpacker komplett gar nicht oder nur ziemlich langsam gearbeitet haben, was zur Folge hatte, dass wir ihnen helfen mussten.. Trotzdem ging der Tag dann relativ schnell rum, da es vergleichsweise viele und lange Pausen gab.
Blöderweise war der Tag auch gleichzeitig der letzte Arbeitstag für uns gewesen, sprich wir hatten schon wieder keinen Job, aber immerhin gabs ein bisschen Geld.
Die nächsten Tage waren dann eher langweilig, da die Jobs momentan alle vergeben waren.
So wurde wieder einmal ausgeschlafen, dann gegessen, im internet gesurft oder Fußball gespielt, eingekauft oder trainiert.
Am Samstag jedoch hatten wir uns vorgenommen, auf einen der umliegenden Berge zu wandern. Schließlich waren wir jetzt schon knapp zwei Wochen in Blenheim ohne irgendetwas außer der Innenstadt gesehen zu haben.
Da wir weder Räder zur Verfügung hatten noch es Busverbindungen gab, mussten unsere Beine uns die 6 Kilometer bis zum Fuße des Berges tragen. Von dort an ging es dann den Wanderweg entlang durch das Tal der sogenannten 'Dry Hills', die wie der Name schon sagt, richtig trocken sind. Schließlich ging es dann hinauf auf den bloß 422m hohen Mt Vernon, von wo aus man eine supertolle Aussicht über ganz Blenheim hatte. Sogar das Meer konnte man das erste Mal seit langem wieder sehen! Nach einem kurzen Picknick ging es aber auch schon wieder vorbei an den ganzen Schafen den Hügel hinab und zurück zum Hostel. Um die 16 Kilometer hatten wir nun zurück gelegt und dementsprechend kaputt waren wir auch. Gegen Abend sind wir aber dann trotzdem noch weggegangen, war aber nicht soo berauschend :)
Am Sonntag ging es für mich dann zurück zu Morten, welcher in einem anderen Hostel in Blenheim hauste. Gleich am Abend bekam ich dann auch noch die Zusage für einen Job, yeaah!
War zwar Nachtschicht, Fabrikarbeit, und das gleich 12 Stunden, aber naja.. Arbeit ist Arbeit, also ran da :)
Blöderweise musste ich von jetzt auf gleich meinen Schlafrythmus umstellen, was natürlich so gar nicht geklappt hat. So hatte ich tagsüber lediglich 1-2 Stunden Schlaf und musste dann auch schon um halb fünf zur Arbeit in eine 'Wine Bottle Factory'.
Die Arbeit an sich war genau, wie ich sie mir vorgestellt hatte - primitiv und mega langweilig. Zum Glück war ich einigermaßen motiviert, sodass die ersten Stunden relativ schnell vergingen.
Meine Aufgaben bestanden darin, Weinkisten zu stapeln, Flaschen hin und her zu räumen, sie in Kisten zu packen oder besondere Etikette draufzukleben. Kein bisschen anspruchsvoll - genau solche Leute arbeiteten dort aber auch. Naja, natürlich habe ich die restlichen Stunden dann auch durchgezogen; viel Kaffee in den Pausen und harter Kampf gegen die Müdigkeit. Am Ende fingen dann unnötigerweise auch noch Halsschmerzen an, was nach Arbeitsschluss noch von Schnupfen und tränenden Augen ergänzt wurde. Dementsprechen schlecht konnte ich schlafen, zumal es ja auch noch bei Tageslicht war..
Nach kurzem Überlegen entschied ich mich trotzdem zur Arbeit zu gehen, was ein Fehler war, wie sich dann herausstellte. Zu allem Überfluss kam noch Fieber und Schweißausbrüche hinzu, was dazu führte, dass ich oft ins Bad musste, um mir unter anderem Taschentücher zu holen oder um mich einfach nur mit Wasser abzukühlen. Dies fand meine Chefin alles andere als gut, was sich dann an ihrer Art zeigte..
Nachdem ich nach mehreren Stunden etikettieren endlich mal einen neuen Job machen durfte, wies sie mich eben in die Arbeit ein uns los gings. Natürlich war ich am Anfang noch nicht so schnell und gut wie die anderen, was sie extrem sauer gemacht hat. Sofort musst ich wieder zu den Etiketten und dort weitermachen...
Schlau wie ich bin, hab ich mir dann einen Stuhl genommen und mich an die Stuhllehne gelehnt, um es etwas angenehmer zu haben. Nach etwa 70 Minuten bemerkt es auch mal meine supertolle Chefin, kommt wütend angestampft, reißt mir den Stuhl weg, knallt ihn neben mich und sagt, ich werde hier nicht fürs rumsitzen bezahlt. Leider hat sie nicht bemerkt, dass ich trotz des Stuhles um mehr als 300% schneller war als alle anderen Mitarbeiter. Von nun an sollte ich an einer anderen Stelle weiterarbeiten, wo sie mich immer beobachten konnte, dass ich auch gescheit arbeite ... Damit war der Tag endgültig vorbei..
Die nächste Arbeitsschicht habe ich dann aufgrund meiner Erkältung ausfallen lassen müssen, da sich mein Zustand erheblich verschlimmert hatte. Mehr als kurz eine Kleinigkeit essen und aufs Klo gehen ging für die nächste Zeit nicht mehr, teilweise 17 Stunden am Stück hab ich geschlafen, weil nichts mehr ging. Dann kam noch die Nachricht, dass meine Chefin über mich gelästert hat und ich gleich zuhause bleiben kann.
Nun hatte ich eine starke Erkältung, kein Geld und ich war gefeuert von meiner Chefin - super!
Zu allem Überfluss hab ich dann auch noch mein Portemonnaie irgendwo in der Stadt verloren, wie ich später bemerkt hatte..yeaah!
Da alles doof war, entschied ich mich freitags wieder ins andere Hostel zu Max und David zu ziehen, da ab Montag wieder genügend Jobs für die Woche zur Verfügung standen, welch ein Glück.
So nett wie die Kiwis ( die Einheimischen) sind, wurde ich überraschenderweise eines Abends dann angerufen, dass mein Geldbeutel gefunden sei und ich ihn abholen könne - schon die nächste positive Sache :)
Lustigerweise waren die anderen zwei dann auch erkältet, sodass wir dann alle gemeinsam starteten, heiße Zitronen oder Ingwerwasser zu trinken, um wieder fit zu werden. Viel konnte man dann am Wochenende auch nicht machen. So wurde halt viel im Bett gelegen und dann mal eingekauft und natürlich immer schön gegessen.
Da der Wetterbericht sagte, Montag sollte es regnen, fiel die Arbeit aus für diesen Tag. Das gleiche dann mit heute. Ziemlich fiel hatte es geregnet die letzte Zeit, aber zum Glück gibts ab morgen wieder Sonne.
Die meiste Zeit vertrieben wir uns dann mit Musik hören, ausgiebig speisen oder einfach entspannen. Max und David haben dann auch ihre Reise angefangen zu planen, welche kommende Woche beginnen soll. Vorhin dann der Schock, der alles toppt:
Ich bekam die Nachricht von unserem Hostelmanager, dass es keine Jobs mehr gibt und wir am besten abreisen sollten. Ganz große Klasse...... -.-
Jetzt war ich schon über 3 Wochen hier und habe gerade mal 4 lächerliche Tage gearbeitet und keinenfalls über die Runden gekommen...
Nun bin ich echt aufgeschmissen, was ich machen soll, hab finanzielle Sorgen.. vermutlich soll es einfach nicht mehr klappen...
Zum Glück bin ich bald in Samoa und ein neuer Abschnitt fängt an!

Bilder kommen morgen!

20.März.2013: ich werde die Bilder leider doch erst später hochladen können, da hier gerade das Internet nicht zur Verfügung steht und ich mich um das Hostel-Fahrrad kümmern muss, welches mir während des Einkaufens gestohlen wurde...

Sonntag, 3. März 2013

Höhen und Tiefen...

Nach einer etwas längeren Pause dachte ich mir, dass es langsam mal wieder Zeit wird für einen neuen Blogeintrag!
Nachdem die ganze Arbeit mit den Schafen vorüber war, durften Max und ich samstags noch einmal Heuballen aufsammeln und anschließend stapeln. Blöderweise hatten wir aber weder was getrunken noch gegessen und die Hitze machte uns so zu schaffen, dass wir für eine Weile Pause machen und eben ein paar Getränke im naheliegenden Shop holen mussten. War dies getan, beendeten wir die Arbeit mit den Heuballen und fuhren mit dem Motocross zurück zur Farm. Da es dann auch schon der letzte Abend war, wollte Robbie gegen 22 Uhr nachts noch 'Spotlight shooting' mit uns gehen. So nahmen Max und Robbie die Scheinwerfer und ich durfte als erstes das Scharfschützengewehr bedienen. Nach kurzer Einweisung und einem Probeschuss durfte ich dann gleich mein Können an einem Vogel beweisen, welcher kurze Zeit später vom Baum fiel, sowie an einem Opossum, das auch leider nicht mehr gepackt hat, auszuweichen.
Leider ging der Job auf Robbie's Schaffarm nur für eine Woche, sodass wir, also Max und ich, uns nun am Sonntag aufmachten, einen neuen Job zu suchen. Vorerst sollte es aber noch einmal für ein paar Tage zurück in die größte Stadt Neuseelands nach Auckland gehen, um zum einen das Auto zu verkaufen, aber auch um Nici, Maurice und Chris zu verabschieden.
Da wir unser Geld erstmal beisammen halten wollten, hatten wir uns vorgenommen, per Anhalter unsere Reise anzutreten.
Daumen raus und warten...aber schon gleich das zweite Auto hielt nach 4 Minuten an und nahm uns anderthalb Stunden mit in die nächstgeößere Stadt. Unterwegs hatte sie uns ein bisschen über die Umgebung erzählt und so entschieden wir uns kurzerhand, irgendwie nach Raglan zu kommen, welches den Namen als Surferparadies von Neuseeland trägt. Keine Minute gewartet und schon hielt das nächste Auto, welches uns direkt in Raglan absetzte, echt super!
Da wir nichts geplant hatten, legten wir uns erst einmal mit unseren ganzen Sachen an den Strand und genießten die Sonne. Leiser mussten wir dann mit ansehen, wie ein kleiner schwacher Babywal an den Strand geschwemmt wurde und er auch nach mehreren Anläufen nicht wieder ins offene Meer zurückgefunden hatte, sodass er schließlich am Strand gestorben ist.. :(
Nachdem wir uns dann was zu essen eingekauft hatten und wir Geld sparen wollten/mussten.. wurde die Nacht am Strand geschlafen, was echt wesentlich besser war als erwartet. Morgens machten wir dann ein bisschen was für die Fitness und liehen uns anschließend Fahrräder aus, mit denen wir eine Tour zu einem abgelegenen Strand machten, was echt richtig viel Spaß gemacht hat, auch wenn die Räder sicher nicht die besten gewesen waren. Glücklicherweise hatten wir für diese Nacht noch ein Bett im Hostel bekommen, sodass wir uns dann anständig was kochen konnten. 500g Nudeln mit Hackfleischsoße hat jeder verputzt :) Am nächsten Tag hieß es Surfeeen, denn wenn man schon einmal im bekanntesten Surferörtchen des Landes ist, wo sich alles nur ums Surfen dreht, muss man es auch mal ausprobiert haben. Ohne irgendwelche Einführungen oder Vorkenntnisse ging es dann mit dem Board hinaus auf die Wellen. Gleich beim ersten Mal wurde dann schon auf dem Board gestanden und von den Wellen in Richtung Strand getrieben - echt ein richtig tolles Gefühl!!!
In kürzester Zeit waren auch schon 4 Stunden um und nun mussten wir uns echt beeilen, damit wir noch den Bus nach Auckland bekamen.
Als wir dann gegen 8 Uhr abends in Auckland waren, übernachteten wir bei einem Freund, da wir kein freies Hostel mehr gefunden hatten.
Am Mittwoch hab ich dann endlich die anderen wiedergesehen, mit denen dann erstmal gequatscht wurde, was in den vergangenen Tagen jeweils so alles passiert ist.
Leider musste ich dann auch feststellen, dass ich neben ungenügend Geld nun auch all meine T-Shirts irgendwo verloren hatte, so dass alles noch ein bisschen blöder wurde..
Gegen Abend gab es dann eine Abschiedsfeier, da Nici am nächsten Tag wieder zurück nach Deutschland flog. Bei schönem BBQ wurde ein bisschen gequatscht, bevor wir uns alle im Pool abkühlten und den Abend dann im Spa ausklingen ließen.
Den nächsten Tag wurde dann hauptsächlich in der Stadt verbracht, da ich schließlich noch ein oder zwei T-Shirts brauchte...
Im Anschluss sind wir dann alle gemeinsam zum Flughafen gefahren, um Nici zu verabschieden.
Die nächsten Tage habe ich dann stark hin und her überlegt, was ich nun machen könnte, um möglichst schnell an einen Job zu kommen, da das Geld echt riichtig knapp wurde. Letztendlich endschied ich mich dann, zu Max und David (der Reisepartner von Max, der am Donnerstag auch angekommen ist) wieder auf die Südinsel zu reisen um dirt mein Glück zu probieren. Schnell wurde der Bus und die Fähre für den kommenden Sonntag gebucht.
Ab nun hieß es: Auto verkaufen!
Mehrere Flyer hatten wir bereits in verschiedenen Hostels aufgehängt, um unsere Chancen auf einen Käufer zu erhöhen - Leider aber ohne Erfolg...
So entschieden wir uns, nachdem wir auf dem Automarkt leider nur Gelächter bezüglich unseres Autos bekommen haben (wegen dem Lackschaden), dass Auto für viel geringeren Preis zu verkaufen. Nun hatte ich wenigstens wieder ein klein bisschen Geld zur Verfügung.
Sonntag abend hatte ich mich dann schweren Herzens von den anderen trennen müssen, denn mein Bus in Richtung Wellington wartete auf mich. 11 Stunden Busfahrt, anschließend 3 Stunden Fahrt mit der Fähre, zuletzt nochmal 45 Minuten mit dem Schulbus und ich war endlich in Blenheim angekommen.
Max und David hatten sofort ein Job bekommen, also sollte es auch eigentlich nicht so schwer sein, dass ich mir schnell eine Arbeit suchen kann.... Dachte ich jedenfalls..
Firmen anrufen, im Internet recherchieren, mit Locals reden und immer noch kein Job, dafür aber ein richtig eklig riechendes Zimmer ...So wurde immer nur ausgeschlafen, in die Stadt gegangen oder am Pool gesonnt, um so die Zeit totzuschlagen, richtig langweilig halt..
Glücklicherweise haben wir aber dann heute im Internet eine Job-Anzeige gesehen und dadurch einen gutbezahlten Job bekommen, der ab morgen anfängt. Endlich!!!!
Jetzt gehts hoffentlich wieder aufwärts!

Dienstag, 19. Februar 2013

Ein Einblick in die Arbeit mit Schafen :)

Hier ein kleiner Ausschnitt von der anstrengenden Arbeit auf der Schaffarm. Insgesamt 1200 Schafe mussten wir so auf den Rücken bekommen! Wobei man sagen muss, dass dieser Schafbock um einiges mehr Kraft und sich wesentlich mehr gewehrt hat als ein normales weibliches Schaf... :)

Viel Spaß beim Ansehen :)

Nachdem ich den Schafbock endlich an den Vorderbeinen festgehalten hatte, wurden diesen von Reece, dem Farmassistenten, die Nägel getrimmt sowie Mund etc. durchgecheckt. Diese Arbiet wurde aber nur bei den Schafböcken zu zweit durchgeführt, da man es alleine unmöglich geschafft hätte, den Ram unter Kontrolle zu halten UND gleichzeitig noch die Nägel zu schneiden :)

Freitag, 15. Februar 2013

Joooob!! :D

Nach 6 Stunden Schlaf mussten wir zwei, natürlich völlig kaputt und müde vom vorigen Tag, aufstehen und zum zweiten Male zur Blueberry Farm fahren, um wenigstens ein bisschen Geld zu verdienen. Blöderweise war es an diesem Tag nicht mehr bewölkt, sondern strahlend blauer Himmel, so dass wir gegen Nachmittag so fertig waren und nur noch im Schneckentempo Beeren sammeln konnten. Am Ende des Tages haben wir dann lieber alle Blaubeeren selbst gegessen anstatt zu behalten, da 'verdient' man nämlich vieeel mehr Geld: im Laden kostet 1 kg Bio-Blauberren zwischen 35 und 40$, wir aber bekommen für 1 kg gepflückte Beeren ganze 2,75$...
Naja als dann schließlich Feierabend war, sind wir gleich nach Hause in unser Bett gesprungen und haben ein bisschen Schlaf nachgeholt!
Am Freitag wurde dann das erste Mal endlich ausgeschlafen, denn ein weiteren 17- Stunden Tag ging echt nicht mehr...
So haben wir dann an diesem Tag lediglich ein bisschen Billard gespielt, sind einkaufen gegangen oder haben einfach nur mal nichts gemacht. Abends sind wir dann mit Dave, einen Inder, den wir beim Blueberry- Picken kennengelernt haben, in den benachbarten Clubs feiern gegangen, was echt zieemlich lustig war. Folglich sind wir auch samstags nicht arbeiten gegangen. Stattdessen haben wir den Bus in die benachbarte Stadt genommen und uns ein bisschen am Strand entspannt. Abends wurde dann noch mit ein paar Leuten aus dem Hostel gequatscht und Billard gespielt, bevor es wieder einmal ins Bett ging.
Am Sonntag wollten wir dann wieder einmal arbeiten gehen.. Leider aber wurde der Wecker anstatt auf 5:50am auf 5:50pm gestellt, so dass wir komplett verschlafen haben..
Doch glücklicherweise kam alles dann viel besser..Mal wieder schauten wir im Internet nach Jobs, schrieben ein paar Leute an, bis wir gegen Mittag eine Email bekamen, dass wir uns doch bitte melden sollten. Schnell wurde angerufen - und der Job war gesichert! Natürlich auf einer Schaffarm, wie hätte es besser kommen können :) Essen und eigenes Zimmer inklusive, yeaah !!
Endlich raus aus diesem Dreckshostel :)
Sofort wurde dann der Bus gebucht, die Sachen gepackt, bevor es zum letzten Mal an den Strand gehen sollte.
Am Montag war es dann schließlich soweit, ab gings in Richtung Te Awamutu, einer Stadt im Westen der Nordinsel. Dort wurden wir dann von Robbie, unserem zukünftigen Arbeitgeber abgeholt. Nun mussten wir nochmal 1 Stunde zu seiner Farm fahren. Naja eigentlich nur eine halbe Stunde, da wir die andere halbe Stunde dazu gebraucht hatten, um vom Anfang der Farm zu seinem Haus zu kommen. :) ein bisschen abgeschieden eben! Blöderweise gibt es hier oben auch kein Empfang und Internet ist auch nur für geschäftliche Zwecke - deswegen kommt dieser Blogeintrag auch ein bisschen später. :)
Nachdem wir dann endlich aussteigen konnten, wurden wir von seinen Jagdhunden liebevoll begrüßt, packten eben unsere Sachen aus und dann fing auch schon die Arbeit an. Diese bestand aber lediglich aus der Aufgabe, einen Lastwagen voll mit Lämmern zu stopfen, also nicht so anstrengend. Aber es sollte ja auch erst richtig losgehen am nächsten Tag.
Mit unserem Offroadwagen, der uns zur Verfügung gestellt wurde, ging es zur 'Woolshed' (der Hütte, wo sich alles um die Schafe dreht) wo jeede Menge Schafe auf uns warteten. Nun war die Aufgabe, jedes einzelne Schaf durchzuchecken. Dazu gehört das Schneiden der Nägel an allen vier Beinen, das Kontrollieren der Euter sowie das Checken der Zähne, und natürlich generell nach Krankheiten etc.suchen.
Am effizientesten ist das ganze, wenn man das Schaf auf den Rücken legt. Dazu mussten wir immer mit der linken Hand den Kopf nehmen und um 180 Grad drehen, gegen den Körper des Schafes pressen und dann mit beiden Händen und einem heftigen Ruck das Schaf auf den Boden schmeißen. Schnell beide Vorderbeine nehmen und los gings. Mit einer Art Gartenschere nun alle Nägel schneiden und am Ende mit geübten Griffen das Euter sowie den Mund abtasten.
Nun noch das Schaf mit Kreide als fertig markieren und ab zum nächsten.
So ungefähr wurde jedes einzelne Schaf im Idealfall behandelt. Leider aber meinten viele der im Schnitt 70-80kg schweren Schafe, sich ständig wehren zu müssen, so dass die ohnehin schon schweißtreibende Arbeit noch um ein Vielfaches schwerer wurde.
Viele der Schafe meinten dann auch, ihre Geschäfte am liebsten dort zu machen, wo wir gerade arbeiten, sodass der Boden nun auch noch ziemlich rutschig wurde und die Fußpflege ein klein wenig unappetitlicher ausfiel als sie eh schon ist... :)
Insgesamt 8 Stunden haben wir am Dienstag diesen Job mithilfe von Reece, dem Farmhelfer, gemacht. 517 Schafe und knapp 7 Liter Wasser waren unsere Tagesleistung.
Völlig kaputt ging es dann wieder zurück zum Haus, wo wir dann mit Robbie eine kleine Safari durch seine ganze Farm gemacht haben. Mit seinem Offroadwagen wurde nun über alle Hügel gefahren, teilweise bis zu 40 Grad steil in all Richtungen. Als wir dann am Rand einen Hasen sahen, holte Robbie schnell sein Scharfschützengewehr hinaus und erledigte das Kaninchen mit gezieltem Schuss aus dem Auto heraus, worüber sich der Hund später riesig freute. Die Fahrt ging weiter am Wald entlang, durch Bäche hindurch, vorbei an vielen Rehen und Hirschen. Echt soo toll! Zumal die vielen Hügel in der Abenddämmerung auch richtig faszinierend aussehen!!
Der nächste Tag verlief genauso wie der Dienstag, nur dass wir aufgrund Muskelkater an allen möglichen Stellen kaum mehr arbeiten konnten. Außerdem musste ich nun alle Nägel mit der rechten Hand schneiden, da meine linke aufgrund Muskelkater vom vielen Schneiden am Vortag kaputt war. Trotzdem merkte man, wie viel besser es schon ging - so packten wir dann 523 Schafe in einer Stunde weniger!
In zwei Tagen hatten wir dann also über 1000 Schafe auf den Rücken geschmissen und gecheckt, und wahrscheinlich alle Arten von Krankheiten gesehen, die ein Schaf haben kann: Blutige Geschwülste aus allen Öffnungen, verrottete Füße, Madenbefall, gigantische Warzen,faule oder gar keine Zähne, Verknotete Euter oder kaputte Augen.... Einfach alles!
Nachdem diese Arbeit dann endlich nach zwei harten Tagen vorbei war, wurden gestern, am 14.Februar, ca 600 Schafe besprayt mit einem Anti-Fliegenmittel, welches die Tiere vor schmerzhaften Infektionen schützen kann. Als das am Vormittag abgeschlossen war, wurde der Nachmittag dazu genutzt, um das Grundstück rund ums Haus sauber zumachen. Zig Reifen haben wir gestapelt, Rasen gemäht, Holz und Eisenstücke weggetragen, Müll weggeschmissen etc.
Im Anschluss hab ich dann noch eine Gans, die Robbie zuvor mit der Shotgun erledigt hatte, gerupft, sodass wir sie am Abend genießen konnten. War mal was anderes zu dem vielen Reh, was wir die letzten Tage immer hatten :)
Heute war dann wieder 'Sheep tipping' angesagt, sprich die Arbeit von Dienstag und Mittwoch. Zum Glück aber 'nur' 170 Schafe, die wir dann mal eben in 90 Minuten checkten :) Anschließend mussten wir diesmal Lämmer in Schaf oder Schafbock unterteilen, bevor wir zu den richtigen Schafböcken kamen, wo wir erfahren mussten, dass diese auch gecheckt werden müssen. Leider hatten diese aber keine Angst vor uns Menschen und leider wiegen manche auch mal 120 kg anstatt 80kg... Nachdem jeder mal bewiesen hat, dass er einen dieser Monster umlegen kann, wenn auch in mehreren Anläufen und mit viel größerem Kraftaufwand, haben wir die restlichen immer zu zweit umgeworfen. Aber auch das war wesentlich anstrengender als die weiblichen Schafe.
Naja, zum Glück sind auch diese 60/70 jetzt erledigt und wir können mit dem geliebten Auto ein bisschen über die Hügel cruise :)

Mittwoch, 6. Februar 2013

Arbeit. . .

Naa,
heute habe ich dann doch ein wenig Zeit gefunden, um euch von meinen letzten Tagen zu berichten!! :)
Nachdem wir die Tageswanderung durch den Tongariro National Park gemacht hatten, ging es am nächsten Tag an den 100 Kilometer entfernten Lake Taupo. Wie fast in jeder Stadt, in der wir neu ankommen, haben wir zuerst einmal im Hostel eingecheckt, bevor es die Stadt beziehungsweise das Städtchen erkundet wurde. Bei ziemlicher Hitze ging es dann durch die Einkaufsläden und anschließend wieder zurück ins Hostel. Da es am nächsten Tag dann erneut super Wetter geben sollte, hatten wir vor, an den Strand zu gehen.
So wurde dann am Donnerstag auch die meiste Zeit am Wasser verbracht, Ball gespielt, gesonnt oder geschwommen.
Während wir k.o. Im Hostel ankamen, mussten auch schon wieder die Taschen gepackt werden, da der Trip weiter nördlich nach Rotorua ging.
Nach kleiner Entspannung am Strand wurde nach nur einer guter Stunde die Stadt Rotorua erreicht, welche sehr bekannt ist durch ihren penetranten Geruch nach faulen Eiern. Dieser kommt zustande durch sogenannte Thermalquellen, welche man im Park umsonst bestaunen darf.
Nun hieß es erstmal warten, da wir Nici wieder mitnehmen wollten. Aufgrund starker Verspätung des Busses haben wir so die nächsten Stunden in der Stadt oder an einem See verbracht, bis wir gegen frühen Abend mit Nici zusammen dann in die Bay of Plenty, genauer gesagt nach Taurange, gefahren sind.
Im Histel direkt am Wasser verbrachten wir so die nächsten 3 Nächte. Wir bummelten mal wiedur durch die Innenstadt oder entspannten einfach nur im Hostel. Abends sind wir dann gemeinsam mit Maxi, einem Backpacker aus Bayern, ins Kino gegangen und haben uns den Film 'Zero Dark 30' angesehen, der von der Ermordung Osama bin Ladens handelt. Die Nacht wurde ab und an auch mal zum Tag gemacht und vor dem Fernseher verbracht. Schließlich hatte ein Franzose seine Playstation 3 zur Verfügung gestellt. So spielten wir dann bis in späten Abendstunden Fifa 13 gegeneinander.
Tagsüber haben wir dann natürlich einmal die berühmten Thermalquellen in Rotorua bestaunt, welche echt interessant sind, anzuschauen. Wild brodelnder Schlamm blubbert kurz unter der Erde, bestialisch stinkender Rauch steigt auf - einfach mal eine andere Touristenattraktion :)
Den Montag haben ich und Max, 'der Neue', dann dazu genutzt, einen Job zu finden. Früh ging es dann zu den ersten Agenturen sich registrieren, bis wir von einem benachbarten Hostel gehört hatten, dass es dort Fruitpicking jobs gibt. Also nix wie hin, dachten wir uns und buchten gleich mal fur die nächste Woche - ein rieeeesen Fehler, wie sich hinausstellte.
Im Anschluss an die Jobsuche wurde dann mit allen der Superbowl geguckt, das Finale im Football der USA. Danach haben wir uns dann leider von Morten, Maurice, Chris und Nici trennen müssen, da diese noch weiter rumreisen werden, währen wir, Max und ich, arbeiten müssen.
So ging es dann zurück ins Hostel, wo uns ein Schock nach dem anderen traf. Bestialisch stinkende Räume, keine Fenster in den Zimmern (naja immerhin waren welche an die Wände gemalt), verstaubte Klimaanlagen, Dreck überall, Schimmel, eingeschlagene Wände... Einfach der Wahnsinn...
Immerhin sollte es dann schon gleich am nächsten Tag losgehen mit dem Heidelbeerenpflücken...
Pünktlich um 6:30 Uhr wie abgemacht warteten wir dann draußen auf unsere Mitfahrgelegenheit, warteten und warteten... Bis wir dann Zeiten später erfuhren, dass heute nicht gearbeitet wurd aufgrund des Wetters. Suuuuuper!
Dann sind wir also ins Internet Café, um uns weiter nach Jobs zu informieren. Nach dem Mittagsschlaf wurden dann die ganzen Firmen angerufen, die Jobs zur Verfügung hatten, leider aber nicht für uns, wäre auch zu schön gewesen. Um dann doch etwas Ablenkung zu bekommen, sind wir in den Nachbarort in die Hot Pools gefahren, ein bisschen entspannen. Auch hier hat es natürlich dann in Strömen geregnet, aber immerhin konnten wir dort die Dusche benutzen, besser als in der Absteige..
Heute wars dann endlich soweit! wenn auch verspätet, wurden wir um 7 Uhr abgeholt. 1 1/2 Stunden sollte es nun zur Farm gehen...
Bis wirdann nach 40 Minuten gemerkt hatten, dass der Fahrer in die komplett falsche Richtung fährt. So wurde dann umgekehrt und weitergefahren..Kurze Zeit später kam es noch besser und der Van wurde langsamer und langsamer - kein Benzin mehr im Tank..wuhuuuu!
Eine Stunde wurde hier nun gewartet, bis neuer Sprit gebracht wurde. Dies nutzen wir, indem wir auf einer kleinen Grünfläche am Straßenrand ein Nickerchen machten. Gegen kurz vor 11 (!!) erreichten wir dann endlich die Blueberry Farm, wo es dann auch schon gleich ans Pflücken ging. Bis 20 Uhr wurde durchgehend gepickt, schließlich wird pro kg bezahlt, ncht pro Stunde. Unter knallender Sonne beeilte man sich, pflückte so schnell es ging und trank zwischendurch immer mal was anstatt eine längere Pause einzulegen.
Um 22 Uhr sind wir dann auch endlich 'zuhause' angekommen, kaputt ohne Ende. Selbst zum Essen kaufen war es zu spät, sodass wir uns notgedrungen bei Leuten aus dem Hostel etwas für morgen leihen mussten. Einfach bitter...
Jetzt habe ich noch knapp 6 Stunden bis zum Anfang des nächsten 17 Stunden Tages..
Mal sehen, wie lange ich das noch durchhalte...

Bilder kann ich momentan immer noch nicht hochladen, aufgrund des stark begrenzten Internets. Natürlich werde ich es aber so schnell wie möglich nachholen :)

Dienstag, 5. Februar 2013

. . .

Momentan bin ich wieder in der Bay of Plenty, im Norden der Nordinsel. Nach 2 Tagen Lake Taupo folgten 3 Nächte hier in Tauranga. Nachdem ich aus finanziellen Gründen nun nicht mehr am Reisen bin mit den anderen, wird momentan Arbeit gesucht, was alles andere als schön ist zur Zeit - auch wenn ich auf der Jobsuche mit Max bin, einem Backpacker, den ich vor kurzem kennengelernt habe. Da wir morgen früh wahrscheinlich Blaubeeren pflücken gehen und um 5:30 aufstehen müssen, werde ich meinen Blogeintrag leider nach hinten verschieben. Hier ist im Moment nämlich wirklich der Tiefpunkt meiner bisherigen Reise... Unterirdisches Hostel, leerer Geldbeutel, keine Arbeit und Gewitter...naja, wollte mich nur mal gemeldet haben. Werde hoffentlich in den nächsten 2 Tagen dazu kommen, euch eine ausführliche Berichterstattung der letzten Tage zu geben. Mal sehen wie müde ich bin, wenn ich erst gegen 22 Uhr in das 'Hostel' zurückkomme...