Dienstag, 19. Februar 2013

Ein Einblick in die Arbeit mit Schafen :)

Hier ein kleiner Ausschnitt von der anstrengenden Arbeit auf der Schaffarm. Insgesamt 1200 Schafe mussten wir so auf den Rücken bekommen! Wobei man sagen muss, dass dieser Schafbock um einiges mehr Kraft und sich wesentlich mehr gewehrt hat als ein normales weibliches Schaf... :)

Viel Spaß beim Ansehen :)

Nachdem ich den Schafbock endlich an den Vorderbeinen festgehalten hatte, wurden diesen von Reece, dem Farmassistenten, die Nägel getrimmt sowie Mund etc. durchgecheckt. Diese Arbiet wurde aber nur bei den Schafböcken zu zweit durchgeführt, da man es alleine unmöglich geschafft hätte, den Ram unter Kontrolle zu halten UND gleichzeitig noch die Nägel zu schneiden :)

Freitag, 15. Februar 2013

Joooob!! :D

Nach 6 Stunden Schlaf mussten wir zwei, natürlich völlig kaputt und müde vom vorigen Tag, aufstehen und zum zweiten Male zur Blueberry Farm fahren, um wenigstens ein bisschen Geld zu verdienen. Blöderweise war es an diesem Tag nicht mehr bewölkt, sondern strahlend blauer Himmel, so dass wir gegen Nachmittag so fertig waren und nur noch im Schneckentempo Beeren sammeln konnten. Am Ende des Tages haben wir dann lieber alle Blaubeeren selbst gegessen anstatt zu behalten, da 'verdient' man nämlich vieeel mehr Geld: im Laden kostet 1 kg Bio-Blauberren zwischen 35 und 40$, wir aber bekommen für 1 kg gepflückte Beeren ganze 2,75$...
Naja als dann schließlich Feierabend war, sind wir gleich nach Hause in unser Bett gesprungen und haben ein bisschen Schlaf nachgeholt!
Am Freitag wurde dann das erste Mal endlich ausgeschlafen, denn ein weiteren 17- Stunden Tag ging echt nicht mehr...
So haben wir dann an diesem Tag lediglich ein bisschen Billard gespielt, sind einkaufen gegangen oder haben einfach nur mal nichts gemacht. Abends sind wir dann mit Dave, einen Inder, den wir beim Blueberry- Picken kennengelernt haben, in den benachbarten Clubs feiern gegangen, was echt zieemlich lustig war. Folglich sind wir auch samstags nicht arbeiten gegangen. Stattdessen haben wir den Bus in die benachbarte Stadt genommen und uns ein bisschen am Strand entspannt. Abends wurde dann noch mit ein paar Leuten aus dem Hostel gequatscht und Billard gespielt, bevor es wieder einmal ins Bett ging.
Am Sonntag wollten wir dann wieder einmal arbeiten gehen.. Leider aber wurde der Wecker anstatt auf 5:50am auf 5:50pm gestellt, so dass wir komplett verschlafen haben..
Doch glücklicherweise kam alles dann viel besser..Mal wieder schauten wir im Internet nach Jobs, schrieben ein paar Leute an, bis wir gegen Mittag eine Email bekamen, dass wir uns doch bitte melden sollten. Schnell wurde angerufen - und der Job war gesichert! Natürlich auf einer Schaffarm, wie hätte es besser kommen können :) Essen und eigenes Zimmer inklusive, yeaah !!
Endlich raus aus diesem Dreckshostel :)
Sofort wurde dann der Bus gebucht, die Sachen gepackt, bevor es zum letzten Mal an den Strand gehen sollte.
Am Montag war es dann schließlich soweit, ab gings in Richtung Te Awamutu, einer Stadt im Westen der Nordinsel. Dort wurden wir dann von Robbie, unserem zukünftigen Arbeitgeber abgeholt. Nun mussten wir nochmal 1 Stunde zu seiner Farm fahren. Naja eigentlich nur eine halbe Stunde, da wir die andere halbe Stunde dazu gebraucht hatten, um vom Anfang der Farm zu seinem Haus zu kommen. :) ein bisschen abgeschieden eben! Blöderweise gibt es hier oben auch kein Empfang und Internet ist auch nur für geschäftliche Zwecke - deswegen kommt dieser Blogeintrag auch ein bisschen später. :)
Nachdem wir dann endlich aussteigen konnten, wurden wir von seinen Jagdhunden liebevoll begrüßt, packten eben unsere Sachen aus und dann fing auch schon die Arbeit an. Diese bestand aber lediglich aus der Aufgabe, einen Lastwagen voll mit Lämmern zu stopfen, also nicht so anstrengend. Aber es sollte ja auch erst richtig losgehen am nächsten Tag.
Mit unserem Offroadwagen, der uns zur Verfügung gestellt wurde, ging es zur 'Woolshed' (der Hütte, wo sich alles um die Schafe dreht) wo jeede Menge Schafe auf uns warteten. Nun war die Aufgabe, jedes einzelne Schaf durchzuchecken. Dazu gehört das Schneiden der Nägel an allen vier Beinen, das Kontrollieren der Euter sowie das Checken der Zähne, und natürlich generell nach Krankheiten etc.suchen.
Am effizientesten ist das ganze, wenn man das Schaf auf den Rücken legt. Dazu mussten wir immer mit der linken Hand den Kopf nehmen und um 180 Grad drehen, gegen den Körper des Schafes pressen und dann mit beiden Händen und einem heftigen Ruck das Schaf auf den Boden schmeißen. Schnell beide Vorderbeine nehmen und los gings. Mit einer Art Gartenschere nun alle Nägel schneiden und am Ende mit geübten Griffen das Euter sowie den Mund abtasten.
Nun noch das Schaf mit Kreide als fertig markieren und ab zum nächsten.
So ungefähr wurde jedes einzelne Schaf im Idealfall behandelt. Leider aber meinten viele der im Schnitt 70-80kg schweren Schafe, sich ständig wehren zu müssen, so dass die ohnehin schon schweißtreibende Arbeit noch um ein Vielfaches schwerer wurde.
Viele der Schafe meinten dann auch, ihre Geschäfte am liebsten dort zu machen, wo wir gerade arbeiten, sodass der Boden nun auch noch ziemlich rutschig wurde und die Fußpflege ein klein wenig unappetitlicher ausfiel als sie eh schon ist... :)
Insgesamt 8 Stunden haben wir am Dienstag diesen Job mithilfe von Reece, dem Farmhelfer, gemacht. 517 Schafe und knapp 7 Liter Wasser waren unsere Tagesleistung.
Völlig kaputt ging es dann wieder zurück zum Haus, wo wir dann mit Robbie eine kleine Safari durch seine ganze Farm gemacht haben. Mit seinem Offroadwagen wurde nun über alle Hügel gefahren, teilweise bis zu 40 Grad steil in all Richtungen. Als wir dann am Rand einen Hasen sahen, holte Robbie schnell sein Scharfschützengewehr hinaus und erledigte das Kaninchen mit gezieltem Schuss aus dem Auto heraus, worüber sich der Hund später riesig freute. Die Fahrt ging weiter am Wald entlang, durch Bäche hindurch, vorbei an vielen Rehen und Hirschen. Echt soo toll! Zumal die vielen Hügel in der Abenddämmerung auch richtig faszinierend aussehen!!
Der nächste Tag verlief genauso wie der Dienstag, nur dass wir aufgrund Muskelkater an allen möglichen Stellen kaum mehr arbeiten konnten. Außerdem musste ich nun alle Nägel mit der rechten Hand schneiden, da meine linke aufgrund Muskelkater vom vielen Schneiden am Vortag kaputt war. Trotzdem merkte man, wie viel besser es schon ging - so packten wir dann 523 Schafe in einer Stunde weniger!
In zwei Tagen hatten wir dann also über 1000 Schafe auf den Rücken geschmissen und gecheckt, und wahrscheinlich alle Arten von Krankheiten gesehen, die ein Schaf haben kann: Blutige Geschwülste aus allen Öffnungen, verrottete Füße, Madenbefall, gigantische Warzen,faule oder gar keine Zähne, Verknotete Euter oder kaputte Augen.... Einfach alles!
Nachdem diese Arbeit dann endlich nach zwei harten Tagen vorbei war, wurden gestern, am 14.Februar, ca 600 Schafe besprayt mit einem Anti-Fliegenmittel, welches die Tiere vor schmerzhaften Infektionen schützen kann. Als das am Vormittag abgeschlossen war, wurde der Nachmittag dazu genutzt, um das Grundstück rund ums Haus sauber zumachen. Zig Reifen haben wir gestapelt, Rasen gemäht, Holz und Eisenstücke weggetragen, Müll weggeschmissen etc.
Im Anschluss hab ich dann noch eine Gans, die Robbie zuvor mit der Shotgun erledigt hatte, gerupft, sodass wir sie am Abend genießen konnten. War mal was anderes zu dem vielen Reh, was wir die letzten Tage immer hatten :)
Heute war dann wieder 'Sheep tipping' angesagt, sprich die Arbeit von Dienstag und Mittwoch. Zum Glück aber 'nur' 170 Schafe, die wir dann mal eben in 90 Minuten checkten :) Anschließend mussten wir diesmal Lämmer in Schaf oder Schafbock unterteilen, bevor wir zu den richtigen Schafböcken kamen, wo wir erfahren mussten, dass diese auch gecheckt werden müssen. Leider hatten diese aber keine Angst vor uns Menschen und leider wiegen manche auch mal 120 kg anstatt 80kg... Nachdem jeder mal bewiesen hat, dass er einen dieser Monster umlegen kann, wenn auch in mehreren Anläufen und mit viel größerem Kraftaufwand, haben wir die restlichen immer zu zweit umgeworfen. Aber auch das war wesentlich anstrengender als die weiblichen Schafe.
Naja, zum Glück sind auch diese 60/70 jetzt erledigt und wir können mit dem geliebten Auto ein bisschen über die Hügel cruise :)

Mittwoch, 6. Februar 2013

Arbeit. . .

Naa,
heute habe ich dann doch ein wenig Zeit gefunden, um euch von meinen letzten Tagen zu berichten!! :)
Nachdem wir die Tageswanderung durch den Tongariro National Park gemacht hatten, ging es am nächsten Tag an den 100 Kilometer entfernten Lake Taupo. Wie fast in jeder Stadt, in der wir neu ankommen, haben wir zuerst einmal im Hostel eingecheckt, bevor es die Stadt beziehungsweise das Städtchen erkundet wurde. Bei ziemlicher Hitze ging es dann durch die Einkaufsläden und anschließend wieder zurück ins Hostel. Da es am nächsten Tag dann erneut super Wetter geben sollte, hatten wir vor, an den Strand zu gehen.
So wurde dann am Donnerstag auch die meiste Zeit am Wasser verbracht, Ball gespielt, gesonnt oder geschwommen.
Während wir k.o. Im Hostel ankamen, mussten auch schon wieder die Taschen gepackt werden, da der Trip weiter nördlich nach Rotorua ging.
Nach kleiner Entspannung am Strand wurde nach nur einer guter Stunde die Stadt Rotorua erreicht, welche sehr bekannt ist durch ihren penetranten Geruch nach faulen Eiern. Dieser kommt zustande durch sogenannte Thermalquellen, welche man im Park umsonst bestaunen darf.
Nun hieß es erstmal warten, da wir Nici wieder mitnehmen wollten. Aufgrund starker Verspätung des Busses haben wir so die nächsten Stunden in der Stadt oder an einem See verbracht, bis wir gegen frühen Abend mit Nici zusammen dann in die Bay of Plenty, genauer gesagt nach Taurange, gefahren sind.
Im Histel direkt am Wasser verbrachten wir so die nächsten 3 Nächte. Wir bummelten mal wiedur durch die Innenstadt oder entspannten einfach nur im Hostel. Abends sind wir dann gemeinsam mit Maxi, einem Backpacker aus Bayern, ins Kino gegangen und haben uns den Film 'Zero Dark 30' angesehen, der von der Ermordung Osama bin Ladens handelt. Die Nacht wurde ab und an auch mal zum Tag gemacht und vor dem Fernseher verbracht. Schließlich hatte ein Franzose seine Playstation 3 zur Verfügung gestellt. So spielten wir dann bis in späten Abendstunden Fifa 13 gegeneinander.
Tagsüber haben wir dann natürlich einmal die berühmten Thermalquellen in Rotorua bestaunt, welche echt interessant sind, anzuschauen. Wild brodelnder Schlamm blubbert kurz unter der Erde, bestialisch stinkender Rauch steigt auf - einfach mal eine andere Touristenattraktion :)
Den Montag haben ich und Max, 'der Neue', dann dazu genutzt, einen Job zu finden. Früh ging es dann zu den ersten Agenturen sich registrieren, bis wir von einem benachbarten Hostel gehört hatten, dass es dort Fruitpicking jobs gibt. Also nix wie hin, dachten wir uns und buchten gleich mal fur die nächste Woche - ein rieeeesen Fehler, wie sich hinausstellte.
Im Anschluss an die Jobsuche wurde dann mit allen der Superbowl geguckt, das Finale im Football der USA. Danach haben wir uns dann leider von Morten, Maurice, Chris und Nici trennen müssen, da diese noch weiter rumreisen werden, währen wir, Max und ich, arbeiten müssen.
So ging es dann zurück ins Hostel, wo uns ein Schock nach dem anderen traf. Bestialisch stinkende Räume, keine Fenster in den Zimmern (naja immerhin waren welche an die Wände gemalt), verstaubte Klimaanlagen, Dreck überall, Schimmel, eingeschlagene Wände... Einfach der Wahnsinn...
Immerhin sollte es dann schon gleich am nächsten Tag losgehen mit dem Heidelbeerenpflücken...
Pünktlich um 6:30 Uhr wie abgemacht warteten wir dann draußen auf unsere Mitfahrgelegenheit, warteten und warteten... Bis wir dann Zeiten später erfuhren, dass heute nicht gearbeitet wurd aufgrund des Wetters. Suuuuuper!
Dann sind wir also ins Internet Café, um uns weiter nach Jobs zu informieren. Nach dem Mittagsschlaf wurden dann die ganzen Firmen angerufen, die Jobs zur Verfügung hatten, leider aber nicht für uns, wäre auch zu schön gewesen. Um dann doch etwas Ablenkung zu bekommen, sind wir in den Nachbarort in die Hot Pools gefahren, ein bisschen entspannen. Auch hier hat es natürlich dann in Strömen geregnet, aber immerhin konnten wir dort die Dusche benutzen, besser als in der Absteige..
Heute wars dann endlich soweit! wenn auch verspätet, wurden wir um 7 Uhr abgeholt. 1 1/2 Stunden sollte es nun zur Farm gehen...
Bis wirdann nach 40 Minuten gemerkt hatten, dass der Fahrer in die komplett falsche Richtung fährt. So wurde dann umgekehrt und weitergefahren..Kurze Zeit später kam es noch besser und der Van wurde langsamer und langsamer - kein Benzin mehr im Tank..wuhuuuu!
Eine Stunde wurde hier nun gewartet, bis neuer Sprit gebracht wurde. Dies nutzen wir, indem wir auf einer kleinen Grünfläche am Straßenrand ein Nickerchen machten. Gegen kurz vor 11 (!!) erreichten wir dann endlich die Blueberry Farm, wo es dann auch schon gleich ans Pflücken ging. Bis 20 Uhr wurde durchgehend gepickt, schließlich wird pro kg bezahlt, ncht pro Stunde. Unter knallender Sonne beeilte man sich, pflückte so schnell es ging und trank zwischendurch immer mal was anstatt eine längere Pause einzulegen.
Um 22 Uhr sind wir dann auch endlich 'zuhause' angekommen, kaputt ohne Ende. Selbst zum Essen kaufen war es zu spät, sodass wir uns notgedrungen bei Leuten aus dem Hostel etwas für morgen leihen mussten. Einfach bitter...
Jetzt habe ich noch knapp 6 Stunden bis zum Anfang des nächsten 17 Stunden Tages..
Mal sehen, wie lange ich das noch durchhalte...

Bilder kann ich momentan immer noch nicht hochladen, aufgrund des stark begrenzten Internets. Natürlich werde ich es aber so schnell wie möglich nachholen :)

Dienstag, 5. Februar 2013

. . .

Momentan bin ich wieder in der Bay of Plenty, im Norden der Nordinsel. Nach 2 Tagen Lake Taupo folgten 3 Nächte hier in Tauranga. Nachdem ich aus finanziellen Gründen nun nicht mehr am Reisen bin mit den anderen, wird momentan Arbeit gesucht, was alles andere als schön ist zur Zeit - auch wenn ich auf der Jobsuche mit Max bin, einem Backpacker, den ich vor kurzem kennengelernt habe. Da wir morgen früh wahrscheinlich Blaubeeren pflücken gehen und um 5:30 aufstehen müssen, werde ich meinen Blogeintrag leider nach hinten verschieben. Hier ist im Moment nämlich wirklich der Tiefpunkt meiner bisherigen Reise... Unterirdisches Hostel, leerer Geldbeutel, keine Arbeit und Gewitter...naja, wollte mich nur mal gemeldet haben. Werde hoffentlich in den nächsten 2 Tagen dazu kommen, euch eine ausführliche Berichterstattung der letzten Tage zu geben. Mal sehen wie müde ich bin, wenn ich erst gegen 22 Uhr in das 'Hostel' zurückkomme...

Dienstag, 29. Januar 2013

Good bye South Island!

Nach einem unvergesslichen Skydive bin ich gegen späten Abend noch mit Basti, einem aus unserer Reisetruppe, in den nahegelegenen Wald gewandert. In der Dunkelheit konnte man entlang des Weges überall jede Menge Glühwürmchen leuchten sehen, was echt faszinierend war. Am Ende der Wanderung kamen wir dann zu einem verlassenen 450m langem Tunnel, der früher zur Stromgewinnung mithilfe von Wasser genutzt wurde.
Bis zur Hälfte konnten wir dann barfuß durchs eiskalte Wasser watscheln, bevor es zu kalt wurde und wir umdrehen mussten. Auch hier konnte man erneut Glühwürmchen an der Decke beobachten.
Der nächste Morgen wurde wieder einmal zum Großteil in unserem coolen Auto verbracht. Denn es ging von der Westküste rund 550 Kilometer in den Norden zurück nach Nelson.
Dort wo unsere Reise begonnen hatte, und wo sie enden sollte.
Auf dem Weg dorthin verabschiedeten wir Basti, welcher nun wieder anfangen wollte zu arbeiten. In Nelson angekommen, wurde natürlich erst einmal wieder der Tischkicker benutzt, bevor es ein gemeinsames BBQ und ein paar Bier gab, um die Südinsel auch feierlich zu beenden :)
Der nächste Tag galt wieder einmal als Entapannungstag. Dank des freien Internets hatte ich so sogar die Chance, die Handball-Weltmeisterschaft in Spanien live anzuschauen. Folglich saß ich von 7 Uhr in der Früh bis um kurz nach 11 vor meinem Laptop und verfolgte alle Spiele des Tages :)
Im Anschluss daran kickten wir ein bisschen und bestellten uns zu Abend Pizza.
Am Freitag, dem 25.Januar fuhren wir dann über den fantastischen Queen-Charlotte-Drive in das östliche Picton, wo wir die letzten Minuten auf der Südinsel Neuseelands verbrachten, bevor es mit der Fähre auf die Nordinsel ging. Nach dreistündiger Fahrt wurde endlich die Hauptstadt Wellington erreicht. Nun wurde im Hostel eingecheckt und dann mussten noch einige organisatorische Sachen geplant werden.
Der erste Tag in der Hauptstadt wurde angefangen mit einem Besuch im berühmten 'Te Papa Museum'. War echt sehr interessant, da man auch ziemlich viele Sachen selbst ausprobieren kann und sich nicht einfach immer nur alles anguckt :)
Anschließend schlenderten wir ein bisschen durch die schöne Innenstadt und fuhren dann mit der für Wellington bekannten Cable Car, eine Art Straßenbahn, hoch auf den Berg. Von dort aus konnten wir dann eine sehr schöne Aussicht über die ganze Stadt sowie die Buchten genießen. Abends sind wir dann ein paar Bierchen trinken gegangen und haben Billard gespielt.
Gegen 6 Uhr in der Früh sind wir dann alle aufgestanden, um den Zweiten aus unserer Gruppe zu verabschieden.
Nici hatte nämlich vor, alleine um die Nordinsel zu reisen :(
Aber glücklicherweise sieht man sich zwischendurch noch ein paar mal. :)
Die folgenden Stunden nutzen wir dann, um unsere weiteren Pläne auszuarbeiten und die Route für die Nordinsel festzulegen.
War das getan, ging es noch einmal in die Innenstadt. Von dort aus sind wir dann am Hafen entlang in Richtung Strand gelaufen, wo wir für die nächsten Stunden entspannt haben und schwimmen gegangen sind.
Abends musste dann leider schon wieder gepackt werden, denn am nächsten Tag sollte unsere Reise weiter in die Mitte der Nordinsel gehen, in den Tongariro National Park.
Gegen 18 Uhr sind wir dann nach einer erneuten langen Autofahrt in Ohakune, der sogenannten 'Karottenhauptstadt Neuseelands' angekommen. Nun wurde nicht mehr viel gemacht außer eingekauft und gegessen, denn wir hatten ja schließlich eine große Wanderung vor uns.
Heute hatten wir nämlich geplant, den Tongariro Alpine Crossing zu wandern, einen der Great Walks von Neuseeland. Leider ist die Hälfte der Strecke immer noch gesperrt, da der Vulkan im November ausgebrochen war, aber auch das sollte uns nicht hindern.
So ging es um 9 Uhr los an den Startpunkt, wo wir dann drei Stunden lang über Vulkangestein, vorbei an Bächen und Wasserfällen 760 Höhenmeter in Richtung Gipfel wanderten.
Acht Kilometer später war es dann endlich soweit, man stand auf ca. 1900m und hatte einen tollen Ausblick auf den Kratersee sowie die umliegende Landschaft. Selbst den Mt Taranaki, einen Berg an der Westküste, konnte man deutlich sehen.
Oben wurde dann eine ausgiebige Mittagspause eingelegt, bevor es alles wieder runterging.
Eine wahnsinnig schöne Wanderung, welche eine komplett andere Landschaft aufweiste, als die bisherigen Wanderungen. Zeitweise kam es einem sogar so vor, als würde man sich gerade auf dem Mond oder irgendeinem anderen Planeten befinde - echt spitze!
Jetzt sind wir dafür aber auch ziemlich kaputt, schließlich war heute ein richtig heißer Tag, keine Wolken waren am Himmel und Schatten war Mangelware :)
Schon morgen geht unsere Reise weiter an den größten See Neuseelands, den Lake Taupo.
Ich bin gespannt! :)

Dienstag, 22. Januar 2013

Über den Wolkeeen :)


Heute war endlich der große Tag gekommen, an dem ich endlich meinen gewünschten Fallschirmsprung machen konnte. Strahlender Sonnenschein und kein Wölkchen am Himmel.Um 14:30 Uhr sollte es dann 12000 Fuß in die Tiefe gehen..
Voller Freude, aber auch mit gewisser Nervosität wurden zuerst andere Skydiver beobachtet und deren Bilder angeschaut, bevor es bei mir losgehen sollte. Leider waren es dann die ersten Wolken, die aufzogen und der Wind, der so dolle Turbulenzen verursachte, dass ein Sprung zu gefährlich gewesen wäre. Deshalb wurde gewartet....und gewartet...bis es dann endlich um 16 Uhr grünes Licht gab. Also wurde der Anzug angezogen, die Mütze aufgesetzt und der Gurt angelegt. Nun gab es noch eine Einweisung, wie man sich wann verhalten sollte.
Und dann hieß es: Ab in den Flieger!
Immer höher ging es, durch die Wolken hindurch. Ein super Ausblick hatte man nun auf den höchsten Berg Neuseelands, den 3755m hohen Mount Cook, sowie auf die anliegenden Gletscher. Auch das Tasmanische Meer mit all den Buchten und Sandstränden, umgeben von Regenwäldern konnte man bewundern.

Jetzt gab es nochmal den letzten Check im Flieger, die Brille wurde aufgesetzt, Tür aufgeschoben und an den Rand gerutscht. Ein Blick in die Kamera und Ready..Steady...GO!
Mit einem Salto sprangen wir aus dem Flugzeug, sausten durch die Wolken und ich war einfach nur glücklich :) Dann wurde auch schon der Fallschirm gezogen. Von nun an ging es 5000 Fuß langsam dem Boden entgegen anstatt mit knapp 200 km/h freiem Fall.
 Jetzt hatte man die Gelegenheit, den Ausblick richtig zu genießen. Als mir dann die Leinen in die Hand gedrückt wurden, durfte ich den Fallschirm einen Moment lang selbst steuern. Linkskurven, Rechtskurven, Blicke auf die Gletscher, auf das Meer, dann wieder auf die Gletscher..traumhaft!
Dann wurde sich auch schon auf die Landung vorbereitet; Beine hoch und schon hatte man wieder festen Boden unter sich.
mehr als 30min dauerte es vom Start des Flugzeugs bis zum Landen mit dem Fallschirm, und doch kam es einem nur vor wie wenige Minuten. 



Einfach traumhaft!


Sonntag, 20. Januar 2013

Natur pur!

Am Montag war leider schon der letzte Tag in Queenstown. Während die einen eine Tour zu verschiedenen 'Herr der Ringe'-Landschaften machten, wollten Maurice, Christian und ich noch einmal einen kleinen Track auf einen der umliegenden Berge wandern. Beim Hochwandern kamen uns richtig viele Downhill-Biker entgegengesprungen, so dass wir uns an der Bergspitze spontan dazu entschlossen haben, ebenfalls ein Downhill-Bike zu mieten und die Berge hinunterzudüsen.
 Die vier Stunden waren ziemlich anstrengend, aber es hat echt richtig viel Spaß gemacht, auch wenn man ab und zu gestürzt ist.
:)
Nach einem kurzen Entspannungsbad im Spa sind wir dann mit den anderen alle zusammen erneut zum Fergburger gegangen um einen neuen Burger zu probieren. Im Anschluss haben wir uns dann noch ein bisschen was zu trinken geholt und den letzten Abend in Queenstown gefeiert.
Milford Sound
Den nächsten Morgen wurde natürlich ausgecheckt und dann ging die Fahrt nach einem weiteren Fergburger nach Te Anau in die Fjordlands, Weltkulturerbe im Westen der Südinsel. Bei der Ankunft wurde mir leider der Daumen in der Tür eingeklemmt, sodass die nächsten Stunden eher unangenehm waren. Trotzdem wurde dann noch ein bisschen Billard und Fußball gespielt und anschließend im besten Hostelzimmer mit eigenem Kamin, Klavier, Herd und einer Aussicht auf die Fjordlands gechillt.
Den nächsten Tag wurde wieder einmal entspannt, sprich ausschlafen, bisschen Billard spielen, einkaufen und einfach relaxt, bevor es am Donnerstag um 6 Uhr in Richtung Milford Sound ging, einem der sehenswertestens Fleckchen Neuseelands. Mit dem Boot ging es dann für knappe zwei Stunden durch die Fjorde, vorbei an schönen Wasserfällen, steilen Klippen oder Seelöwen. Auf dem Rückweg sind wir noch an den sogenannten 'Mirror Lakes' vorbeigefahren, wo sich, wie der Name schon sagt, alles drin spiegelt :)
Am Ende des Tages bin ich dann noch zum Arzt gegangen, da mein Daumen nun auch teilweise taub wurde. Zum Glück ist aber nichts gebrochen sondern nur ein Nervenanriss!
Freitags ging es dann von den Fjordlands ganz in den Süden, in die 'Catlins'. Unterwegs wurde dann mal bei schönen Fleckchen angehalten, bevor wir in einem weiteren Hostel eincheckten. Viel haben wir an dem Tag dann nicht mehr gemacht, da der Tag hauptsächlich im Auto verbracht wurde. 


der 'Nugget Point'
Dafür waren wir am darauffolgenden Tag an einem kleinen, aber feinen Wasserfall mitten im Regenwald, an einer langen Bucht voller Delfine sowie auf einem versteinerten Wald.
Im Anschluss bin ich noch Kayak in der Bucht gefahren, bevor wir uns mal wieder Nudeln gemacht haben.
Gestern gings dann wieder in Richtung Queenstown, wo wir nach knapp fünf Stunden Fahrt einen Zwischenstopp einlegten. Denn heute geht es an die West Coast zu den Gletscheeern!!