Dienstag, 19. März 2013

Kein Kommentar

Nun meld auch ich mich endlich mal wieder! Tut mir leid, dass ich solange nichts geschrieben habe, aber hier geht es gerade echt rauf und runter, was einem die Laune zum Blog schreiben doch erheblich vermiesen kann :)
Nachdem wir auf jeden Fall dann am Sonntag, dem 3. März in ein anderes Hostel in das zwei Kilometer entfernte Grovetown eingezogen sind, wurde schnell geschlafen, da unsere Arbeit am nächsten Tag beginnen sollte, leider aber nur für 2 Tage, wie sich herausstellte...
Früh morgens ging es dann mit einem Van auf eine Plantage in die Umgebung. Anders als die zig Weinplantagen hier fuhren wir auf eine Kürbisfarm, wo wir die nächsten 2 Tage arbeiten durften.
Unsere Aufgabe war es, extra angefertigte Plastikscheiben unter alle Kürbisse zu legen, was diese so vor der nassen Erde und damit vor dem Verrotten schützt.
Also schnappte sich jeder von uns (Max, David und ich) einen Beutel, stopfte so viel wie möglich von diesen Plastikteilen hinein und machte sich ab aufs Feld. Nun wurde für die nächsten Stunden mit gekrümmten Rücken jeder einzelne Kürbis angehoben und eines von diesen Plastikscheiben daruntergeschoben. Blöderweise hatten wir weder Wasser noch viel zu Essen mit, sodass wir uns in der Mittagspause zum kilometerentferten Fluss begaben und dessen Wasser schlürften, um noch halbwegs gegen die Hitze ankämpfen zu können. Bis um 16 Uhr wurde diese Arbeit dann fortgeführt, bevor es endlich wieder ins Hostel gab. Dort wurde dann zuallererst gaaanz viel getrunken und gegessen, was echt soo gut tat! Der erste Arbeitstag nach langem war also schonmal überstanden, wenn auch mit Muskelkater vom vielen Bücken :)
Der Dienstag lief genauso ab wie der davorige Tag. Um halb 9 ging die Arbeit los, diesmal jedoch kam ein neues Feld dran, da wir das andere zuvor beendet hatten. Die Sonne brennte wieder einmal, schlauerweise hatten wir aber genug zu trinken und zu essen mit, wodurch sich das ganze aushalten ließ. Motiviert waren wir aber trotzdem nicht mehr, da andere Backpacker komplett gar nicht oder nur ziemlich langsam gearbeitet haben, was zur Folge hatte, dass wir ihnen helfen mussten.. Trotzdem ging der Tag dann relativ schnell rum, da es vergleichsweise viele und lange Pausen gab.
Blöderweise war der Tag auch gleichzeitig der letzte Arbeitstag für uns gewesen, sprich wir hatten schon wieder keinen Job, aber immerhin gabs ein bisschen Geld.
Die nächsten Tage waren dann eher langweilig, da die Jobs momentan alle vergeben waren.
So wurde wieder einmal ausgeschlafen, dann gegessen, im internet gesurft oder Fußball gespielt, eingekauft oder trainiert.
Am Samstag jedoch hatten wir uns vorgenommen, auf einen der umliegenden Berge zu wandern. Schließlich waren wir jetzt schon knapp zwei Wochen in Blenheim ohne irgendetwas außer der Innenstadt gesehen zu haben.
Da wir weder Räder zur Verfügung hatten noch es Busverbindungen gab, mussten unsere Beine uns die 6 Kilometer bis zum Fuße des Berges tragen. Von dort an ging es dann den Wanderweg entlang durch das Tal der sogenannten 'Dry Hills', die wie der Name schon sagt, richtig trocken sind. Schließlich ging es dann hinauf auf den bloß 422m hohen Mt Vernon, von wo aus man eine supertolle Aussicht über ganz Blenheim hatte. Sogar das Meer konnte man das erste Mal seit langem wieder sehen! Nach einem kurzen Picknick ging es aber auch schon wieder vorbei an den ganzen Schafen den Hügel hinab und zurück zum Hostel. Um die 16 Kilometer hatten wir nun zurück gelegt und dementsprechend kaputt waren wir auch. Gegen Abend sind wir aber dann trotzdem noch weggegangen, war aber nicht soo berauschend :)
Am Sonntag ging es für mich dann zurück zu Morten, welcher in einem anderen Hostel in Blenheim hauste. Gleich am Abend bekam ich dann auch noch die Zusage für einen Job, yeaah!
War zwar Nachtschicht, Fabrikarbeit, und das gleich 12 Stunden, aber naja.. Arbeit ist Arbeit, also ran da :)
Blöderweise musste ich von jetzt auf gleich meinen Schlafrythmus umstellen, was natürlich so gar nicht geklappt hat. So hatte ich tagsüber lediglich 1-2 Stunden Schlaf und musste dann auch schon um halb fünf zur Arbeit in eine 'Wine Bottle Factory'.
Die Arbeit an sich war genau, wie ich sie mir vorgestellt hatte - primitiv und mega langweilig. Zum Glück war ich einigermaßen motiviert, sodass die ersten Stunden relativ schnell vergingen.
Meine Aufgaben bestanden darin, Weinkisten zu stapeln, Flaschen hin und her zu räumen, sie in Kisten zu packen oder besondere Etikette draufzukleben. Kein bisschen anspruchsvoll - genau solche Leute arbeiteten dort aber auch. Naja, natürlich habe ich die restlichen Stunden dann auch durchgezogen; viel Kaffee in den Pausen und harter Kampf gegen die Müdigkeit. Am Ende fingen dann unnötigerweise auch noch Halsschmerzen an, was nach Arbeitsschluss noch von Schnupfen und tränenden Augen ergänzt wurde. Dementsprechen schlecht konnte ich schlafen, zumal es ja auch noch bei Tageslicht war..
Nach kurzem Überlegen entschied ich mich trotzdem zur Arbeit zu gehen, was ein Fehler war, wie sich dann herausstellte. Zu allem Überfluss kam noch Fieber und Schweißausbrüche hinzu, was dazu führte, dass ich oft ins Bad musste, um mir unter anderem Taschentücher zu holen oder um mich einfach nur mit Wasser abzukühlen. Dies fand meine Chefin alles andere als gut, was sich dann an ihrer Art zeigte..
Nachdem ich nach mehreren Stunden etikettieren endlich mal einen neuen Job machen durfte, wies sie mich eben in die Arbeit ein uns los gings. Natürlich war ich am Anfang noch nicht so schnell und gut wie die anderen, was sie extrem sauer gemacht hat. Sofort musst ich wieder zu den Etiketten und dort weitermachen...
Schlau wie ich bin, hab ich mir dann einen Stuhl genommen und mich an die Stuhllehne gelehnt, um es etwas angenehmer zu haben. Nach etwa 70 Minuten bemerkt es auch mal meine supertolle Chefin, kommt wütend angestampft, reißt mir den Stuhl weg, knallt ihn neben mich und sagt, ich werde hier nicht fürs rumsitzen bezahlt. Leider hat sie nicht bemerkt, dass ich trotz des Stuhles um mehr als 300% schneller war als alle anderen Mitarbeiter. Von nun an sollte ich an einer anderen Stelle weiterarbeiten, wo sie mich immer beobachten konnte, dass ich auch gescheit arbeite ... Damit war der Tag endgültig vorbei..
Die nächste Arbeitsschicht habe ich dann aufgrund meiner Erkältung ausfallen lassen müssen, da sich mein Zustand erheblich verschlimmert hatte. Mehr als kurz eine Kleinigkeit essen und aufs Klo gehen ging für die nächste Zeit nicht mehr, teilweise 17 Stunden am Stück hab ich geschlafen, weil nichts mehr ging. Dann kam noch die Nachricht, dass meine Chefin über mich gelästert hat und ich gleich zuhause bleiben kann.
Nun hatte ich eine starke Erkältung, kein Geld und ich war gefeuert von meiner Chefin - super!
Zu allem Überfluss hab ich dann auch noch mein Portemonnaie irgendwo in der Stadt verloren, wie ich später bemerkt hatte..yeaah!
Da alles doof war, entschied ich mich freitags wieder ins andere Hostel zu Max und David zu ziehen, da ab Montag wieder genügend Jobs für die Woche zur Verfügung standen, welch ein Glück.
So nett wie die Kiwis ( die Einheimischen) sind, wurde ich überraschenderweise eines Abends dann angerufen, dass mein Geldbeutel gefunden sei und ich ihn abholen könne - schon die nächste positive Sache :)
Lustigerweise waren die anderen zwei dann auch erkältet, sodass wir dann alle gemeinsam starteten, heiße Zitronen oder Ingwerwasser zu trinken, um wieder fit zu werden. Viel konnte man dann am Wochenende auch nicht machen. So wurde halt viel im Bett gelegen und dann mal eingekauft und natürlich immer schön gegessen.
Da der Wetterbericht sagte, Montag sollte es regnen, fiel die Arbeit aus für diesen Tag. Das gleiche dann mit heute. Ziemlich fiel hatte es geregnet die letzte Zeit, aber zum Glück gibts ab morgen wieder Sonne.
Die meiste Zeit vertrieben wir uns dann mit Musik hören, ausgiebig speisen oder einfach entspannen. Max und David haben dann auch ihre Reise angefangen zu planen, welche kommende Woche beginnen soll. Vorhin dann der Schock, der alles toppt:
Ich bekam die Nachricht von unserem Hostelmanager, dass es keine Jobs mehr gibt und wir am besten abreisen sollten. Ganz große Klasse...... -.-
Jetzt war ich schon über 3 Wochen hier und habe gerade mal 4 lächerliche Tage gearbeitet und keinenfalls über die Runden gekommen...
Nun bin ich echt aufgeschmissen, was ich machen soll, hab finanzielle Sorgen.. vermutlich soll es einfach nicht mehr klappen...
Zum Glück bin ich bald in Samoa und ein neuer Abschnitt fängt an!

Bilder kommen morgen!

20.März.2013: ich werde die Bilder leider doch erst später hochladen können, da hier gerade das Internet nicht zur Verfügung steht und ich mich um das Hostel-Fahrrad kümmern muss, welches mir während des Einkaufens gestohlen wurde...

Sonntag, 3. März 2013

Höhen und Tiefen...

Nach einer etwas längeren Pause dachte ich mir, dass es langsam mal wieder Zeit wird für einen neuen Blogeintrag!
Nachdem die ganze Arbeit mit den Schafen vorüber war, durften Max und ich samstags noch einmal Heuballen aufsammeln und anschließend stapeln. Blöderweise hatten wir aber weder was getrunken noch gegessen und die Hitze machte uns so zu schaffen, dass wir für eine Weile Pause machen und eben ein paar Getränke im naheliegenden Shop holen mussten. War dies getan, beendeten wir die Arbeit mit den Heuballen und fuhren mit dem Motocross zurück zur Farm. Da es dann auch schon der letzte Abend war, wollte Robbie gegen 22 Uhr nachts noch 'Spotlight shooting' mit uns gehen. So nahmen Max und Robbie die Scheinwerfer und ich durfte als erstes das Scharfschützengewehr bedienen. Nach kurzer Einweisung und einem Probeschuss durfte ich dann gleich mein Können an einem Vogel beweisen, welcher kurze Zeit später vom Baum fiel, sowie an einem Opossum, das auch leider nicht mehr gepackt hat, auszuweichen.
Leider ging der Job auf Robbie's Schaffarm nur für eine Woche, sodass wir, also Max und ich, uns nun am Sonntag aufmachten, einen neuen Job zu suchen. Vorerst sollte es aber noch einmal für ein paar Tage zurück in die größte Stadt Neuseelands nach Auckland gehen, um zum einen das Auto zu verkaufen, aber auch um Nici, Maurice und Chris zu verabschieden.
Da wir unser Geld erstmal beisammen halten wollten, hatten wir uns vorgenommen, per Anhalter unsere Reise anzutreten.
Daumen raus und warten...aber schon gleich das zweite Auto hielt nach 4 Minuten an und nahm uns anderthalb Stunden mit in die nächstgeößere Stadt. Unterwegs hatte sie uns ein bisschen über die Umgebung erzählt und so entschieden wir uns kurzerhand, irgendwie nach Raglan zu kommen, welches den Namen als Surferparadies von Neuseeland trägt. Keine Minute gewartet und schon hielt das nächste Auto, welches uns direkt in Raglan absetzte, echt super!
Da wir nichts geplant hatten, legten wir uns erst einmal mit unseren ganzen Sachen an den Strand und genießten die Sonne. Leiser mussten wir dann mit ansehen, wie ein kleiner schwacher Babywal an den Strand geschwemmt wurde und er auch nach mehreren Anläufen nicht wieder ins offene Meer zurückgefunden hatte, sodass er schließlich am Strand gestorben ist.. :(
Nachdem wir uns dann was zu essen eingekauft hatten und wir Geld sparen wollten/mussten.. wurde die Nacht am Strand geschlafen, was echt wesentlich besser war als erwartet. Morgens machten wir dann ein bisschen was für die Fitness und liehen uns anschließend Fahrräder aus, mit denen wir eine Tour zu einem abgelegenen Strand machten, was echt richtig viel Spaß gemacht hat, auch wenn die Räder sicher nicht die besten gewesen waren. Glücklicherweise hatten wir für diese Nacht noch ein Bett im Hostel bekommen, sodass wir uns dann anständig was kochen konnten. 500g Nudeln mit Hackfleischsoße hat jeder verputzt :) Am nächsten Tag hieß es Surfeeen, denn wenn man schon einmal im bekanntesten Surferörtchen des Landes ist, wo sich alles nur ums Surfen dreht, muss man es auch mal ausprobiert haben. Ohne irgendwelche Einführungen oder Vorkenntnisse ging es dann mit dem Board hinaus auf die Wellen. Gleich beim ersten Mal wurde dann schon auf dem Board gestanden und von den Wellen in Richtung Strand getrieben - echt ein richtig tolles Gefühl!!!
In kürzester Zeit waren auch schon 4 Stunden um und nun mussten wir uns echt beeilen, damit wir noch den Bus nach Auckland bekamen.
Als wir dann gegen 8 Uhr abends in Auckland waren, übernachteten wir bei einem Freund, da wir kein freies Hostel mehr gefunden hatten.
Am Mittwoch hab ich dann endlich die anderen wiedergesehen, mit denen dann erstmal gequatscht wurde, was in den vergangenen Tagen jeweils so alles passiert ist.
Leider musste ich dann auch feststellen, dass ich neben ungenügend Geld nun auch all meine T-Shirts irgendwo verloren hatte, so dass alles noch ein bisschen blöder wurde..
Gegen Abend gab es dann eine Abschiedsfeier, da Nici am nächsten Tag wieder zurück nach Deutschland flog. Bei schönem BBQ wurde ein bisschen gequatscht, bevor wir uns alle im Pool abkühlten und den Abend dann im Spa ausklingen ließen.
Den nächsten Tag wurde dann hauptsächlich in der Stadt verbracht, da ich schließlich noch ein oder zwei T-Shirts brauchte...
Im Anschluss sind wir dann alle gemeinsam zum Flughafen gefahren, um Nici zu verabschieden.
Die nächsten Tage habe ich dann stark hin und her überlegt, was ich nun machen könnte, um möglichst schnell an einen Job zu kommen, da das Geld echt riichtig knapp wurde. Letztendlich endschied ich mich dann, zu Max und David (der Reisepartner von Max, der am Donnerstag auch angekommen ist) wieder auf die Südinsel zu reisen um dirt mein Glück zu probieren. Schnell wurde der Bus und die Fähre für den kommenden Sonntag gebucht.
Ab nun hieß es: Auto verkaufen!
Mehrere Flyer hatten wir bereits in verschiedenen Hostels aufgehängt, um unsere Chancen auf einen Käufer zu erhöhen - Leider aber ohne Erfolg...
So entschieden wir uns, nachdem wir auf dem Automarkt leider nur Gelächter bezüglich unseres Autos bekommen haben (wegen dem Lackschaden), dass Auto für viel geringeren Preis zu verkaufen. Nun hatte ich wenigstens wieder ein klein bisschen Geld zur Verfügung.
Sonntag abend hatte ich mich dann schweren Herzens von den anderen trennen müssen, denn mein Bus in Richtung Wellington wartete auf mich. 11 Stunden Busfahrt, anschließend 3 Stunden Fahrt mit der Fähre, zuletzt nochmal 45 Minuten mit dem Schulbus und ich war endlich in Blenheim angekommen.
Max und David hatten sofort ein Job bekommen, also sollte es auch eigentlich nicht so schwer sein, dass ich mir schnell eine Arbeit suchen kann.... Dachte ich jedenfalls..
Firmen anrufen, im Internet recherchieren, mit Locals reden und immer noch kein Job, dafür aber ein richtig eklig riechendes Zimmer ...So wurde immer nur ausgeschlafen, in die Stadt gegangen oder am Pool gesonnt, um so die Zeit totzuschlagen, richtig langweilig halt..
Glücklicherweise haben wir aber dann heute im Internet eine Job-Anzeige gesehen und dadurch einen gutbezahlten Job bekommen, der ab morgen anfängt. Endlich!!!!
Jetzt gehts hoffentlich wieder aufwärts!

Dienstag, 19. Februar 2013

Ein Einblick in die Arbeit mit Schafen :)

Hier ein kleiner Ausschnitt von der anstrengenden Arbeit auf der Schaffarm. Insgesamt 1200 Schafe mussten wir so auf den Rücken bekommen! Wobei man sagen muss, dass dieser Schafbock um einiges mehr Kraft und sich wesentlich mehr gewehrt hat als ein normales weibliches Schaf... :)

Viel Spaß beim Ansehen :)

Nachdem ich den Schafbock endlich an den Vorderbeinen festgehalten hatte, wurden diesen von Reece, dem Farmassistenten, die Nägel getrimmt sowie Mund etc. durchgecheckt. Diese Arbiet wurde aber nur bei den Schafböcken zu zweit durchgeführt, da man es alleine unmöglich geschafft hätte, den Ram unter Kontrolle zu halten UND gleichzeitig noch die Nägel zu schneiden :)

Freitag, 15. Februar 2013

Joooob!! :D

Nach 6 Stunden Schlaf mussten wir zwei, natürlich völlig kaputt und müde vom vorigen Tag, aufstehen und zum zweiten Male zur Blueberry Farm fahren, um wenigstens ein bisschen Geld zu verdienen. Blöderweise war es an diesem Tag nicht mehr bewölkt, sondern strahlend blauer Himmel, so dass wir gegen Nachmittag so fertig waren und nur noch im Schneckentempo Beeren sammeln konnten. Am Ende des Tages haben wir dann lieber alle Blaubeeren selbst gegessen anstatt zu behalten, da 'verdient' man nämlich vieeel mehr Geld: im Laden kostet 1 kg Bio-Blauberren zwischen 35 und 40$, wir aber bekommen für 1 kg gepflückte Beeren ganze 2,75$...
Naja als dann schließlich Feierabend war, sind wir gleich nach Hause in unser Bett gesprungen und haben ein bisschen Schlaf nachgeholt!
Am Freitag wurde dann das erste Mal endlich ausgeschlafen, denn ein weiteren 17- Stunden Tag ging echt nicht mehr...
So haben wir dann an diesem Tag lediglich ein bisschen Billard gespielt, sind einkaufen gegangen oder haben einfach nur mal nichts gemacht. Abends sind wir dann mit Dave, einen Inder, den wir beim Blueberry- Picken kennengelernt haben, in den benachbarten Clubs feiern gegangen, was echt zieemlich lustig war. Folglich sind wir auch samstags nicht arbeiten gegangen. Stattdessen haben wir den Bus in die benachbarte Stadt genommen und uns ein bisschen am Strand entspannt. Abends wurde dann noch mit ein paar Leuten aus dem Hostel gequatscht und Billard gespielt, bevor es wieder einmal ins Bett ging.
Am Sonntag wollten wir dann wieder einmal arbeiten gehen.. Leider aber wurde der Wecker anstatt auf 5:50am auf 5:50pm gestellt, so dass wir komplett verschlafen haben..
Doch glücklicherweise kam alles dann viel besser..Mal wieder schauten wir im Internet nach Jobs, schrieben ein paar Leute an, bis wir gegen Mittag eine Email bekamen, dass wir uns doch bitte melden sollten. Schnell wurde angerufen - und der Job war gesichert! Natürlich auf einer Schaffarm, wie hätte es besser kommen können :) Essen und eigenes Zimmer inklusive, yeaah !!
Endlich raus aus diesem Dreckshostel :)
Sofort wurde dann der Bus gebucht, die Sachen gepackt, bevor es zum letzten Mal an den Strand gehen sollte.
Am Montag war es dann schließlich soweit, ab gings in Richtung Te Awamutu, einer Stadt im Westen der Nordinsel. Dort wurden wir dann von Robbie, unserem zukünftigen Arbeitgeber abgeholt. Nun mussten wir nochmal 1 Stunde zu seiner Farm fahren. Naja eigentlich nur eine halbe Stunde, da wir die andere halbe Stunde dazu gebraucht hatten, um vom Anfang der Farm zu seinem Haus zu kommen. :) ein bisschen abgeschieden eben! Blöderweise gibt es hier oben auch kein Empfang und Internet ist auch nur für geschäftliche Zwecke - deswegen kommt dieser Blogeintrag auch ein bisschen später. :)
Nachdem wir dann endlich aussteigen konnten, wurden wir von seinen Jagdhunden liebevoll begrüßt, packten eben unsere Sachen aus und dann fing auch schon die Arbeit an. Diese bestand aber lediglich aus der Aufgabe, einen Lastwagen voll mit Lämmern zu stopfen, also nicht so anstrengend. Aber es sollte ja auch erst richtig losgehen am nächsten Tag.
Mit unserem Offroadwagen, der uns zur Verfügung gestellt wurde, ging es zur 'Woolshed' (der Hütte, wo sich alles um die Schafe dreht) wo jeede Menge Schafe auf uns warteten. Nun war die Aufgabe, jedes einzelne Schaf durchzuchecken. Dazu gehört das Schneiden der Nägel an allen vier Beinen, das Kontrollieren der Euter sowie das Checken der Zähne, und natürlich generell nach Krankheiten etc.suchen.
Am effizientesten ist das ganze, wenn man das Schaf auf den Rücken legt. Dazu mussten wir immer mit der linken Hand den Kopf nehmen und um 180 Grad drehen, gegen den Körper des Schafes pressen und dann mit beiden Händen und einem heftigen Ruck das Schaf auf den Boden schmeißen. Schnell beide Vorderbeine nehmen und los gings. Mit einer Art Gartenschere nun alle Nägel schneiden und am Ende mit geübten Griffen das Euter sowie den Mund abtasten.
Nun noch das Schaf mit Kreide als fertig markieren und ab zum nächsten.
So ungefähr wurde jedes einzelne Schaf im Idealfall behandelt. Leider aber meinten viele der im Schnitt 70-80kg schweren Schafe, sich ständig wehren zu müssen, so dass die ohnehin schon schweißtreibende Arbeit noch um ein Vielfaches schwerer wurde.
Viele der Schafe meinten dann auch, ihre Geschäfte am liebsten dort zu machen, wo wir gerade arbeiten, sodass der Boden nun auch noch ziemlich rutschig wurde und die Fußpflege ein klein wenig unappetitlicher ausfiel als sie eh schon ist... :)
Insgesamt 8 Stunden haben wir am Dienstag diesen Job mithilfe von Reece, dem Farmhelfer, gemacht. 517 Schafe und knapp 7 Liter Wasser waren unsere Tagesleistung.
Völlig kaputt ging es dann wieder zurück zum Haus, wo wir dann mit Robbie eine kleine Safari durch seine ganze Farm gemacht haben. Mit seinem Offroadwagen wurde nun über alle Hügel gefahren, teilweise bis zu 40 Grad steil in all Richtungen. Als wir dann am Rand einen Hasen sahen, holte Robbie schnell sein Scharfschützengewehr hinaus und erledigte das Kaninchen mit gezieltem Schuss aus dem Auto heraus, worüber sich der Hund später riesig freute. Die Fahrt ging weiter am Wald entlang, durch Bäche hindurch, vorbei an vielen Rehen und Hirschen. Echt soo toll! Zumal die vielen Hügel in der Abenddämmerung auch richtig faszinierend aussehen!!
Der nächste Tag verlief genauso wie der Dienstag, nur dass wir aufgrund Muskelkater an allen möglichen Stellen kaum mehr arbeiten konnten. Außerdem musste ich nun alle Nägel mit der rechten Hand schneiden, da meine linke aufgrund Muskelkater vom vielen Schneiden am Vortag kaputt war. Trotzdem merkte man, wie viel besser es schon ging - so packten wir dann 523 Schafe in einer Stunde weniger!
In zwei Tagen hatten wir dann also über 1000 Schafe auf den Rücken geschmissen und gecheckt, und wahrscheinlich alle Arten von Krankheiten gesehen, die ein Schaf haben kann: Blutige Geschwülste aus allen Öffnungen, verrottete Füße, Madenbefall, gigantische Warzen,faule oder gar keine Zähne, Verknotete Euter oder kaputte Augen.... Einfach alles!
Nachdem diese Arbeit dann endlich nach zwei harten Tagen vorbei war, wurden gestern, am 14.Februar, ca 600 Schafe besprayt mit einem Anti-Fliegenmittel, welches die Tiere vor schmerzhaften Infektionen schützen kann. Als das am Vormittag abgeschlossen war, wurde der Nachmittag dazu genutzt, um das Grundstück rund ums Haus sauber zumachen. Zig Reifen haben wir gestapelt, Rasen gemäht, Holz und Eisenstücke weggetragen, Müll weggeschmissen etc.
Im Anschluss hab ich dann noch eine Gans, die Robbie zuvor mit der Shotgun erledigt hatte, gerupft, sodass wir sie am Abend genießen konnten. War mal was anderes zu dem vielen Reh, was wir die letzten Tage immer hatten :)
Heute war dann wieder 'Sheep tipping' angesagt, sprich die Arbeit von Dienstag und Mittwoch. Zum Glück aber 'nur' 170 Schafe, die wir dann mal eben in 90 Minuten checkten :) Anschließend mussten wir diesmal Lämmer in Schaf oder Schafbock unterteilen, bevor wir zu den richtigen Schafböcken kamen, wo wir erfahren mussten, dass diese auch gecheckt werden müssen. Leider hatten diese aber keine Angst vor uns Menschen und leider wiegen manche auch mal 120 kg anstatt 80kg... Nachdem jeder mal bewiesen hat, dass er einen dieser Monster umlegen kann, wenn auch in mehreren Anläufen und mit viel größerem Kraftaufwand, haben wir die restlichen immer zu zweit umgeworfen. Aber auch das war wesentlich anstrengender als die weiblichen Schafe.
Naja, zum Glück sind auch diese 60/70 jetzt erledigt und wir können mit dem geliebten Auto ein bisschen über die Hügel cruise :)

Mittwoch, 6. Februar 2013

Arbeit. . .

Naa,
heute habe ich dann doch ein wenig Zeit gefunden, um euch von meinen letzten Tagen zu berichten!! :)
Nachdem wir die Tageswanderung durch den Tongariro National Park gemacht hatten, ging es am nächsten Tag an den 100 Kilometer entfernten Lake Taupo. Wie fast in jeder Stadt, in der wir neu ankommen, haben wir zuerst einmal im Hostel eingecheckt, bevor es die Stadt beziehungsweise das Städtchen erkundet wurde. Bei ziemlicher Hitze ging es dann durch die Einkaufsläden und anschließend wieder zurück ins Hostel. Da es am nächsten Tag dann erneut super Wetter geben sollte, hatten wir vor, an den Strand zu gehen.
So wurde dann am Donnerstag auch die meiste Zeit am Wasser verbracht, Ball gespielt, gesonnt oder geschwommen.
Während wir k.o. Im Hostel ankamen, mussten auch schon wieder die Taschen gepackt werden, da der Trip weiter nördlich nach Rotorua ging.
Nach kleiner Entspannung am Strand wurde nach nur einer guter Stunde die Stadt Rotorua erreicht, welche sehr bekannt ist durch ihren penetranten Geruch nach faulen Eiern. Dieser kommt zustande durch sogenannte Thermalquellen, welche man im Park umsonst bestaunen darf.
Nun hieß es erstmal warten, da wir Nici wieder mitnehmen wollten. Aufgrund starker Verspätung des Busses haben wir so die nächsten Stunden in der Stadt oder an einem See verbracht, bis wir gegen frühen Abend mit Nici zusammen dann in die Bay of Plenty, genauer gesagt nach Taurange, gefahren sind.
Im Histel direkt am Wasser verbrachten wir so die nächsten 3 Nächte. Wir bummelten mal wiedur durch die Innenstadt oder entspannten einfach nur im Hostel. Abends sind wir dann gemeinsam mit Maxi, einem Backpacker aus Bayern, ins Kino gegangen und haben uns den Film 'Zero Dark 30' angesehen, der von der Ermordung Osama bin Ladens handelt. Die Nacht wurde ab und an auch mal zum Tag gemacht und vor dem Fernseher verbracht. Schließlich hatte ein Franzose seine Playstation 3 zur Verfügung gestellt. So spielten wir dann bis in späten Abendstunden Fifa 13 gegeneinander.
Tagsüber haben wir dann natürlich einmal die berühmten Thermalquellen in Rotorua bestaunt, welche echt interessant sind, anzuschauen. Wild brodelnder Schlamm blubbert kurz unter der Erde, bestialisch stinkender Rauch steigt auf - einfach mal eine andere Touristenattraktion :)
Den Montag haben ich und Max, 'der Neue', dann dazu genutzt, einen Job zu finden. Früh ging es dann zu den ersten Agenturen sich registrieren, bis wir von einem benachbarten Hostel gehört hatten, dass es dort Fruitpicking jobs gibt. Also nix wie hin, dachten wir uns und buchten gleich mal fur die nächste Woche - ein rieeeesen Fehler, wie sich hinausstellte.
Im Anschluss an die Jobsuche wurde dann mit allen der Superbowl geguckt, das Finale im Football der USA. Danach haben wir uns dann leider von Morten, Maurice, Chris und Nici trennen müssen, da diese noch weiter rumreisen werden, währen wir, Max und ich, arbeiten müssen.
So ging es dann zurück ins Hostel, wo uns ein Schock nach dem anderen traf. Bestialisch stinkende Räume, keine Fenster in den Zimmern (naja immerhin waren welche an die Wände gemalt), verstaubte Klimaanlagen, Dreck überall, Schimmel, eingeschlagene Wände... Einfach der Wahnsinn...
Immerhin sollte es dann schon gleich am nächsten Tag losgehen mit dem Heidelbeerenpflücken...
Pünktlich um 6:30 Uhr wie abgemacht warteten wir dann draußen auf unsere Mitfahrgelegenheit, warteten und warteten... Bis wir dann Zeiten später erfuhren, dass heute nicht gearbeitet wurd aufgrund des Wetters. Suuuuuper!
Dann sind wir also ins Internet Café, um uns weiter nach Jobs zu informieren. Nach dem Mittagsschlaf wurden dann die ganzen Firmen angerufen, die Jobs zur Verfügung hatten, leider aber nicht für uns, wäre auch zu schön gewesen. Um dann doch etwas Ablenkung zu bekommen, sind wir in den Nachbarort in die Hot Pools gefahren, ein bisschen entspannen. Auch hier hat es natürlich dann in Strömen geregnet, aber immerhin konnten wir dort die Dusche benutzen, besser als in der Absteige..
Heute wars dann endlich soweit! wenn auch verspätet, wurden wir um 7 Uhr abgeholt. 1 1/2 Stunden sollte es nun zur Farm gehen...
Bis wirdann nach 40 Minuten gemerkt hatten, dass der Fahrer in die komplett falsche Richtung fährt. So wurde dann umgekehrt und weitergefahren..Kurze Zeit später kam es noch besser und der Van wurde langsamer und langsamer - kein Benzin mehr im Tank..wuhuuuu!
Eine Stunde wurde hier nun gewartet, bis neuer Sprit gebracht wurde. Dies nutzen wir, indem wir auf einer kleinen Grünfläche am Straßenrand ein Nickerchen machten. Gegen kurz vor 11 (!!) erreichten wir dann endlich die Blueberry Farm, wo es dann auch schon gleich ans Pflücken ging. Bis 20 Uhr wurde durchgehend gepickt, schließlich wird pro kg bezahlt, ncht pro Stunde. Unter knallender Sonne beeilte man sich, pflückte so schnell es ging und trank zwischendurch immer mal was anstatt eine längere Pause einzulegen.
Um 22 Uhr sind wir dann auch endlich 'zuhause' angekommen, kaputt ohne Ende. Selbst zum Essen kaufen war es zu spät, sodass wir uns notgedrungen bei Leuten aus dem Hostel etwas für morgen leihen mussten. Einfach bitter...
Jetzt habe ich noch knapp 6 Stunden bis zum Anfang des nächsten 17 Stunden Tages..
Mal sehen, wie lange ich das noch durchhalte...

Bilder kann ich momentan immer noch nicht hochladen, aufgrund des stark begrenzten Internets. Natürlich werde ich es aber so schnell wie möglich nachholen :)

Dienstag, 5. Februar 2013

. . .

Momentan bin ich wieder in der Bay of Plenty, im Norden der Nordinsel. Nach 2 Tagen Lake Taupo folgten 3 Nächte hier in Tauranga. Nachdem ich aus finanziellen Gründen nun nicht mehr am Reisen bin mit den anderen, wird momentan Arbeit gesucht, was alles andere als schön ist zur Zeit - auch wenn ich auf der Jobsuche mit Max bin, einem Backpacker, den ich vor kurzem kennengelernt habe. Da wir morgen früh wahrscheinlich Blaubeeren pflücken gehen und um 5:30 aufstehen müssen, werde ich meinen Blogeintrag leider nach hinten verschieben. Hier ist im Moment nämlich wirklich der Tiefpunkt meiner bisherigen Reise... Unterirdisches Hostel, leerer Geldbeutel, keine Arbeit und Gewitter...naja, wollte mich nur mal gemeldet haben. Werde hoffentlich in den nächsten 2 Tagen dazu kommen, euch eine ausführliche Berichterstattung der letzten Tage zu geben. Mal sehen wie müde ich bin, wenn ich erst gegen 22 Uhr in das 'Hostel' zurückkomme...

Dienstag, 29. Januar 2013

Good bye South Island!

Nach einem unvergesslichen Skydive bin ich gegen späten Abend noch mit Basti, einem aus unserer Reisetruppe, in den nahegelegenen Wald gewandert. In der Dunkelheit konnte man entlang des Weges überall jede Menge Glühwürmchen leuchten sehen, was echt faszinierend war. Am Ende der Wanderung kamen wir dann zu einem verlassenen 450m langem Tunnel, der früher zur Stromgewinnung mithilfe von Wasser genutzt wurde.
Bis zur Hälfte konnten wir dann barfuß durchs eiskalte Wasser watscheln, bevor es zu kalt wurde und wir umdrehen mussten. Auch hier konnte man erneut Glühwürmchen an der Decke beobachten.
Der nächste Morgen wurde wieder einmal zum Großteil in unserem coolen Auto verbracht. Denn es ging von der Westküste rund 550 Kilometer in den Norden zurück nach Nelson.
Dort wo unsere Reise begonnen hatte, und wo sie enden sollte.
Auf dem Weg dorthin verabschiedeten wir Basti, welcher nun wieder anfangen wollte zu arbeiten. In Nelson angekommen, wurde natürlich erst einmal wieder der Tischkicker benutzt, bevor es ein gemeinsames BBQ und ein paar Bier gab, um die Südinsel auch feierlich zu beenden :)
Der nächste Tag galt wieder einmal als Entapannungstag. Dank des freien Internets hatte ich so sogar die Chance, die Handball-Weltmeisterschaft in Spanien live anzuschauen. Folglich saß ich von 7 Uhr in der Früh bis um kurz nach 11 vor meinem Laptop und verfolgte alle Spiele des Tages :)
Im Anschluss daran kickten wir ein bisschen und bestellten uns zu Abend Pizza.
Am Freitag, dem 25.Januar fuhren wir dann über den fantastischen Queen-Charlotte-Drive in das östliche Picton, wo wir die letzten Minuten auf der Südinsel Neuseelands verbrachten, bevor es mit der Fähre auf die Nordinsel ging. Nach dreistündiger Fahrt wurde endlich die Hauptstadt Wellington erreicht. Nun wurde im Hostel eingecheckt und dann mussten noch einige organisatorische Sachen geplant werden.
Der erste Tag in der Hauptstadt wurde angefangen mit einem Besuch im berühmten 'Te Papa Museum'. War echt sehr interessant, da man auch ziemlich viele Sachen selbst ausprobieren kann und sich nicht einfach immer nur alles anguckt :)
Anschließend schlenderten wir ein bisschen durch die schöne Innenstadt und fuhren dann mit der für Wellington bekannten Cable Car, eine Art Straßenbahn, hoch auf den Berg. Von dort aus konnten wir dann eine sehr schöne Aussicht über die ganze Stadt sowie die Buchten genießen. Abends sind wir dann ein paar Bierchen trinken gegangen und haben Billard gespielt.
Gegen 6 Uhr in der Früh sind wir dann alle aufgestanden, um den Zweiten aus unserer Gruppe zu verabschieden.
Nici hatte nämlich vor, alleine um die Nordinsel zu reisen :(
Aber glücklicherweise sieht man sich zwischendurch noch ein paar mal. :)
Die folgenden Stunden nutzen wir dann, um unsere weiteren Pläne auszuarbeiten und die Route für die Nordinsel festzulegen.
War das getan, ging es noch einmal in die Innenstadt. Von dort aus sind wir dann am Hafen entlang in Richtung Strand gelaufen, wo wir für die nächsten Stunden entspannt haben und schwimmen gegangen sind.
Abends musste dann leider schon wieder gepackt werden, denn am nächsten Tag sollte unsere Reise weiter in die Mitte der Nordinsel gehen, in den Tongariro National Park.
Gegen 18 Uhr sind wir dann nach einer erneuten langen Autofahrt in Ohakune, der sogenannten 'Karottenhauptstadt Neuseelands' angekommen. Nun wurde nicht mehr viel gemacht außer eingekauft und gegessen, denn wir hatten ja schließlich eine große Wanderung vor uns.
Heute hatten wir nämlich geplant, den Tongariro Alpine Crossing zu wandern, einen der Great Walks von Neuseeland. Leider ist die Hälfte der Strecke immer noch gesperrt, da der Vulkan im November ausgebrochen war, aber auch das sollte uns nicht hindern.
So ging es um 9 Uhr los an den Startpunkt, wo wir dann drei Stunden lang über Vulkangestein, vorbei an Bächen und Wasserfällen 760 Höhenmeter in Richtung Gipfel wanderten.
Acht Kilometer später war es dann endlich soweit, man stand auf ca. 1900m und hatte einen tollen Ausblick auf den Kratersee sowie die umliegende Landschaft. Selbst den Mt Taranaki, einen Berg an der Westküste, konnte man deutlich sehen.
Oben wurde dann eine ausgiebige Mittagspause eingelegt, bevor es alles wieder runterging.
Eine wahnsinnig schöne Wanderung, welche eine komplett andere Landschaft aufweiste, als die bisherigen Wanderungen. Zeitweise kam es einem sogar so vor, als würde man sich gerade auf dem Mond oder irgendeinem anderen Planeten befinde - echt spitze!
Jetzt sind wir dafür aber auch ziemlich kaputt, schließlich war heute ein richtig heißer Tag, keine Wolken waren am Himmel und Schatten war Mangelware :)
Schon morgen geht unsere Reise weiter an den größten See Neuseelands, den Lake Taupo.
Ich bin gespannt! :)